Parlamentswahlen in Freiburg Schlappe für CVP und BDP

Die CVP verliert bei den Parlamentswahlen in Freiburg vier Sitze, die BDP zwei. Damit ist die SP die stärkste Partei im Parlament. Bei den Regierungsratswahlen hingegen konnte die CVP jubeln und die Linke ist im Jammertal.

CVP, PDC, DV, GENERALVERSAMMLUNG, GV, PARTEITAG, DELEGIERTER, DELEGIERTE, CHRISTLICHDEMOKRATISCHE PARTEI, play
Bereits mächtig unter Druck: CVP-Präsident Gerhard Pfister. URS FLUEELER

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Die CVP ist nicht mehr die stärkste Partei im Freiburger Parlament. Sie verlor vier Sitze und kommt noch auf 27 Mandate. Überflügelt wird sie von der SP, die ein Mandat verliert und auf 28 Sitze kommt. Die grosse Gewinnerin ist die FDP (plus 4 Sitze). 

Ganz anders bei den Staatratswahlen. Dort erzielte das beste Resultat der bisherige CVP-Staatsrat Jean-Pierre Siggen mit 42'361 Stimmen, gefolgt von seinen Amtskollegen Maurice Ropraz (FDP) mit 42'076 Stimmen und Georges Godel (CVP) mit 41'881 Stimmen. Zu den Bisherigen gesellt sich auch ein Neuling: der Murtener Olivier Curty (CVP) übertraf mit 40'190 Stimmen das absolute Mehr ebenfalls.

Mit Jahrgang 1972 dürfte Curty der Jungspund des Freiburger Staatsrats werden. Alle übrigen Kandidierenden sind etwas, oder gar wesentlich älter. Curty ist zwar einem breiten Publikum nicht so bekannt, dafür konnte er aber Erfahrungen als Vize-Staatsschreiber ins Feld führen.

Für das linke Bündnis lief es etwas weniger gut. Will es seine drei Staatsratssitze verteidigen, muss es im zweiten Wahlgang alle Konkurrenten im Regen stehen lassen.

Das dürfte nicht einfach werden, das bürgerliche Bündnis möchte gerne einen fünften Sitz erobern. Allen voran die SVP, die mittlerweile stärkste politische Kraft im Kanton, möchte nach 20 Jahren wieder in der Regierung mittun.

Auf den fünften Platz schaffte es der Freisinnige Peter Wüthrich mit 35'801 Stimmen, gefolgt von SP-Natonalrat Jean-François Steiert mit 34'22 Stimmen und Stéphane Peiry (SVP) mit 33'847 Stimmen. Erst dahinter folgten die beiden bisherigen Staatsrätinnen Marie Garnier (Grüne) mit 30'683 Stimmen und Anne-Claude Demierre (SP) mit 29'534 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,11 Prozent.

Im Kanton Freiburg kommt es damit am 27. November zu einem zweiten Wahlgang, in dem die restlichen drei Sitze zu besetzen sind. Im zweiten Wahlgang gilt das relative Mehr: wer am meisten Stimmen macht, ist gewählt. Aller Augen richten sich nun auf das bürgerliche Bündnis und die Strategie, die es wählen wird.

Der Freiburger Staatsrat setzt sich aktuell zusammen aus Beat Vonlanthen (CVP), Georges Godel (CVP), Jean-Pierre Siggen (CVP), Maurice Ropraz (FDP), Erwin Jutzet (SP), Anne-Claude Demierre (SP) und Marie Garnier (Grüne). Vonlanthen und Jutzet sind nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Mit ihnen gehen nota bene gleich beide deutschsprachigen Mitglieder der Regierung.

Anders als der Kanton Bern kennt Freiburg keine garantierten Regierungssitze für die deutschsprechende Minderheit.

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
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4 Kommentare
  • rolf  sulzer 07.11.2016
    Reduziert doch endlich diesen Parteienknügel. Die Schweiz würde effizienter regiert werden können, auch um einiges kostengünstiger, wenn nur noch ein vollamtlicher Präsident mit 3 Parteien im Bundesrat vertreten wären. Die Post rationalisiert doch auch, wieso kann das Bundesbern nicht? Im selben Atemzug sollte man den Freitag-Abend "Arena-Zoo" mit einem so schwachen Dompteur, per sofort verbieten.
  • Fritz  Blasimann 06.11.2016
    Es nesteht tatsächlich noch Hoffnung in diesem Land. Allerdings müsste man sich mal fragen, ob die CVP und vorallem die FDP wirklich noch bürgerlich sind. Besonders die FDP als EU Turbu sticht den Bürgerlichen bei jeder Gelegenheit ein Messer in den Rücken wenns um die EU geht. Kapitalisten kennen kein Rechts oder Links. Die kenn nur $$$$$!
  • bobby  bosshard aus nisia floresta
    06.11.2016
    wenn sie von einem rechtsrutsch sprechen wenn die fdp und cvp in front sind muss ich nur noch lachen. die beiden sind doch viel eher auf der linken seite anzufinden. rechts-partei ist svp!!! jörg bosshard tabatinga
    • Mike  Gartner 06.11.2016
      Sehe ich auch so. Während sich die CVP dank Gerhard Pfister bemüht, zumindest in die Mitte zu rücken (bisweilen sogar ein wenig rechts der Mitte), politisiert die FDP doch bei mind. 75 Prozent der Themen auf der politischen Agenda eher links bis stramm links bei einigen Themen.