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Christophe Darbellays CVP will keine PUK. (Keystone)
Die CVP-Fraktion gibt sich mit dem Untersuchungsbericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) zur Finanzmarktkrise und der UBS-Affäre zufrieden. Sie hat sich heute dagegen ausgesprochen, eine PUK mit einer weitergehenden Untersuchung zu beauftragen.
Der gestern veröffentlichte GPK-Bericht zeige die Mängel und Schwachstellen im Verhalten der verschiedenen Behörden klar auf und sei umfassend, teilte die CVP-Fraktion mit, der auch die Vertreter der EVP und der Grünliberalen angehören.
Statt ein weiteres Jahr für die Wiederholung der Abklärungen und die Bestätigung der nun bereits bekannten Mängel einzusetzen, wolle die Fraktion nun handeln. Sie unterstütze die 19 GPK-Empfehlungen und wolle diese ohne weiteres Zuwarten umsetzen. Dazu will die CVP-Fraktion Vorstösse einreichen.
Gefordert seien aber vor allem der Bundesrat, die Bundesverwaltung, die FINMA und die UBS. Letztere trage eine besondere Verantwortung für das ganze Debakel treffe, verlange die Fraktion deren volle Zusammenarbeit mit den Behörden. Die UBS soll auch die Empfehlung umsetzen, wonach sie ihre Untersuchungen zu den bankinternen Verantwortlichkeiten offenlege.
Gemäss Angaben des Fraktionssekretariats sprachen sich zwei Drittel der CVP-Fraktion gegen die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission aus.
Mit dem Entscheid der CVP-Fraktion sinkt die Wahrscheinlichkeit weiter, dass das Parlament die Vorkommnisse zur Finanzmarktkrise und zu den staatlichen Rettungsmassnahmen zugunsten der Grossbank UBS noch gründlicher untersuchen lässt.
Da die CVP zusammen mit der FDP im Ständerat über eine Mehrheit verfügt und letztere eine PUK ebenfalls ablehnt, verfügen die beiden Parteien über eine Art Veto. Befürwortet wird eine PUK von der SP, den Grünen und der SVP. (SDA/hhs)