CVP-Präsident in spe Gerhard Pfister fordert Asyl-Stopp bei 25'000 Gesuchen!

Österreich hat für 2016 eine Asyl-Obergrenze von 37'500 Gesuchen festgelegt. Die Idee einer Limite stösst auch in der Schweiz auf Anklang.

play
KEY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wegen freizügiger «NZZ»-Journalistin Nackte Schultern sind im Ständerat...
2 88 zu 87 Stimmen Nationalrat sagt knapp Ja zum Burkaverbot
3 Berner Imam begrüsst Verhüllungsverbot «Es ist absurd, eine Burka zu...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
71 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

Österreich macht ernst: Nach 37'500 Anträgen soll Schluss sein. Bürgerliche Schweizer Politiker fordern, dass sich der Bundesrat auf einen drastischen Anstieg der Flüchtlinge vorbereitet und ebenfalls darüber nachdenkt, eine Obergrenze für Asylgesuche einzuführen. Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister, der nächster CVP-Präsident werden will, hat sogar schon eine konkrete Zahl im Sinn: «Die Obergrenze müsste bei etwa 25'000 Gesuchen gezogen werden», sagt er.

Diese Zahl entspräche dem gerechten Anteil, den die Schweiz erbringen müsste, begründet er. Unterstützung erhält Pfister von Migrationspolitikern wie etwa dem Schwyzer SVP-Ständerat Peter Föhn und dem Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri. Zur Einordnung: Vergangenes Jahr reichten 39'500 Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch ein. 

Pfister will die Obergrenze allerdings nur einführen, wenn die EU in der Flüchtlingskriese weiterhin versagt und der Schweiz daher eine Überlastung drohe.

Davon kann derzeit keine Rede sein. In der Woche vom 11. bis zum 17. Januar reisen lediglich 462 Menschen irregulär ein. 150 davon wurden vom Grenzwachtkorps direkt weggewiesen. Damit ist die Situation deutlich entspannter als Anfang November, als das Grenzwachtkorps auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle wöchentlich 1100 irreguläre Einreisen verzeichnete.

Die von Österreich festgelegte Obergrenze für die Aufnahme von Asylbewerbern dürfte nach Meinung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner schon in wenigen Monaten erreicht sein. Dann wird das Land laut Mikl-Leitner hart bleiben.

Am stärksten betroffen von der österreichischen Obergrenze wird Nachbar Slowenien. play
Am stärksten betroffen von der österreichischen Obergrenze wird Nachbar Slowenien.

«Bei 37'500 Anträgen wird in diesem Jahr gestoppt. Das wird voraussichtlich noch vor dem Sommer der Fall sein», sagte die ÖVP-Politikerin der «Welt am Sonntag». Sollte diese Zahl überschritten werden, wolle Österreich die Flüchtlinge entweder zurückweisen oder ihre Anträge nicht mehr bearbeiten.

«Entweder machen wir es wie Schweden, das heisst, wir nehmen über der Obergrenze zwar noch Anträge an, bearbeiten sie aber auf Jahre nicht mehr. Und die zweite Möglichkeit wird jetzt wie vereinbart geprüft: Nämlich, ob wir über einer Obergrenze überhaupt noch Anträge annehmen müssen oder direkt an der Grenze in die sicheren Nachbarstaaten zurückweisen können», sagte sie.

«Was wir derzeit erleben, hat ja nur wenig mit Schutzsuche zu tun, sondern mit der Suche nach dem wirtschaftlich attraktivsten Land - das kann so nicht weitergehen», sagte Mikl-Leitner weiter. Slowenien und Kroatien seien sichere Staaten. «Dennoch werden dort kaum Asylanträge gestellt, man zieht weiter nach Österreich, Deutschland oder Schweden». Dies sei «keine Schutzsuche mehr, sondern Asyloptimierung».

Österreich will künftig nur noch Flüchtlinge ins Land lassen, die entweder in der Alpenrepublik selbst oder in Deutschland Asyl beantragen wollen. So soll der Andrang gedrosselt werden, um die von der Regierung in Wien jüngst beschlossene Obergrenze von 37'500 Asylbewerbern in diesem Jahr nicht zu überschreiten. (SDA/zeb)

Publiziert am 24.01.2016 | Aktualisiert am 15.02.2016
teilen
teilen
71 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

28 Kommentare
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    27.01.2016
    Uns wäre sehr gedient Hr. Pfister, wenn sie das FDP Präsidium von Müller schon früher übernehmen könnten. Diese Windfahne Müller brauchen wir nicht. Wir brauchen Politiker, die gewillt sind, den Volkswillen umzusetzen, darum setzen wir auf Sie.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 25.01.2016
    Ich sage, Asyl auf zeit geben dafür keine ober grenze ! Dazu die Ausländer retour senden die schon lange in der Schweiz sind,die aus jetztiger sicht aus sicheren Länder kommen !
    Da man die Grenzen nicht schliessen kann das ist unmöglich,Ich möchte nicht eine hundert meter hoche Mauer um die ganze Schweiz,und 20000 neue Polizisten will Ich auch nicht !
    Allso helfen Wir denn Frauen und Kinder die hilfe auf Zeit brauchen,und die anderen retour !
    Gruass us Chur Gregor
    • Regula  Hiltebrand aus Au
      27.01.2016
      Das klappt aber leider gar nicht. Sind sie einmal hier, bringen wir sie nicht mehr los oder tauchen einfach unter, wenn sie gehen müssen.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 25.01.2016
    Nein besser doch eine 100 meter hoche Mauer um die ganze Schweiz,und zum schutz 3 Millionen Schweizer an die Grenzen ! Und dazu ein Schuss befehl,das auf alles geschossen wird .. !! Gruass us Chur Gregor
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    25.01.2016
    Wir brauchen eine Obergrenze und viel schärfere Kontrollen, sodass Kriminelle und Verbrecher keine Chance mehr haben, einzureisen.
  • Andi  Schär 24.01.2016
    Warum nutzen wir nicht die Armee dazu, der gesamten Grenze entlang eine 10 Meter dicke Mauer aus Stahlbeton zu bauen, die 15 Meter in die Höhe ragt?
    Dazwischen hat es die offiziellen Grenzübergänge, welche konsequent durch die Grenzwache triagiert und mit Hilfe der Armee dann kontrolliert werden.
    Entlang der Mauer mobile Patrouillen.
    Das würde mehr Sinn machen, als im WK 2 Wochen lang auf einer Alpwiese zu liegen und auf dem Handy zu gamen.