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Dominik Mazur und Markus Hungerbühler. Ein Paar und beide in der CVP Stadt Zürich. (ZVG)
ZÜRICH/BERN - Ab morgen becircen zwei homosexuelle Männer mögliche neue CVP-Wähler. Ziel ist es, mehr Junge und Familien für die Partei zu gewinnen. SVP und FDP stehen der Plakataktion kritisch gegenüber.
Ein echter Hingucker: Markus Hungerbühler und Dominik Mazur (beide 37) sind homosexuell. Und sie sind langjährige Mitglieder der CVP. Das Paar stellte sich für eine neue Imagekampagne der Partei zur Verfügung.
«Wir wollten mit dem gängigen Klischee aufräumen, CVP-Mitglieder seien im Durchschnitt 70 Jahre alt und regelmässige Kirchgänger», erklärt Markus Hungerbühler heute Blick am Abend.
Hungerbühler ist seit 1994 in der CVP und Parteipräsident der Stadt Zürich. Die Partei soll moderner, frecher und jünger rüberkommen. Deshalb werden ab morgen in Stadt und Kanton Zürich erste Plakate dieser Art aufgehängt.
Was sagen andere Parteien? Christoph Mörgeli (SVP): «Einmal mehr versucht es die CVP mit krampfhaft pseudomoderner Urbanität. Selbstverständlich hängen solche Plakate weder im Wallis noch in Freiburg. Man will es ja mit den Bischöfen nicht verderben. Wenn der Inhalt nicht stimmt, ist die Verpackung nie nachhaltig.»
In den Augen von Claudine Esseiva, Generalsekretärin FDP Frauen Schweiz, kommt die Kampagne «versteckt und leicht verschämt» daher: «Zwei CVP-Herren. Und der Slogan: ‹Anders als man denkt› – ja wie denn? Wie setzt sich die CVP konkret für homosexuelle Paare ein? Bei einer solchen Kampagne muss auch Inhalt folgen.»
Esseiva spricht von konkreten Forderungen wie zum Beispiel die mögliche Adoption für gleichgeschlechtliche Paare.
SP-Fraktionspräsident Andy Tschümperlin hingegen findet die Kampagne gelungen: «Familie wird definiert durch die Menschen, die aus demselben Kühlschrank essen.»
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