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Seit der fulminanten Abstimmungsniederlage vom Sonntag versucht CVP-Chef Christophe Darbellay mit immer neuen Ideen auf den Anti-Islam-Zug aufzuspringen.
Mit der Forderung eines Burka-Verbots will er sich schon länger profilieren.
Und nun präsentierte er im Aargauer Lokal-TV «Tele M1» weitere Ideen, wie man Nicht-Christen sonst noch Mores lehren könnte: «Frauen in öffentlichen Funktionen dürfen keine Kopftücher tragen.» Also nicht nur keine Burka, sondern überhaupt kein Kopftuch – für Politikerinnen, Lehrerinnen, Sekretärinnen in der Verwaltung.
Eine einzige Ausnahme lässt er zu: Kopftücher für katholische Nonnen: «Die gehören zu unserer Kultur.»
Selbst die Toten nimmt er nicht aus. Künftig soll es «keine Ausnahmen mehr» für muslimische Friedhöfe geben. Selbst neue jüdische Friedhöfe dürften nicht mehr genehmigt werden.
Darbellays Begründung. «Wir müssen eine Religion so behandeln wie die andere.» Fehlt eigentlich nur noch, dass jüdische Frauen künftig keine Perücke mehr tragen dürfen, wie es bei strenggläubigen Jüdinnen üblich ist.
Darbellay bereitet darum auch massgeblichen CVP-Leuten zunehmend Unbehagen. CVP-Fraktionschef Urs Schwaller gibt offen Gegensteuer: «Aufgeregtes Fordern nach immer neuen Verboten bringt uns keinen Schritt weiter.»
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CVP-Chef Christophe Darbellay: Er definiert christliche Werte neu.