Cédric Wermuth fordert Schaut euch diese Typen an

Seit einem Jahr existiert Kampftruppe «Ahnensturm» der rechtsextremen Schweizer Partei Pnos. Jetzt will Cédric Wermuth (SP) vom Bundesrat in der Fragestunde Antworten dazu. Aufgefallen ist diese «Kampftruppe» schon des Öfteren.

Kampftruppe Ahnensturm der rechtsextremen Pnos macht von sich reden play
SP-Mann Wermuth will vom Bundesrat wissen, für wie gefährlich er die Pnos-Gruppe Ahnensturm einschätzt. Ahnensturm

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In dunklen Uniformen laufen sie umher, die Arme tätowiert und sie sehen sich selbst als eine «Kampfelite». Eine Elite zum Schutz der Partei, zum Schutz des Vaterlandes. Was stark an die dunklen Jahre des Nationalsozialismus erinnert, spielt sich in der überschaubaren Schweiz ab. Jetzt will Cédric Wermuth (SP) Klarheit haben. Jetzt will er vom Bundesrat in der nächsten Fragestunde Antwort, wie er diese Gruppe «Ahnensturm» der nationalistischen Partei PNOS einschätzt. «Wir diskutieren ob ein paar Burka-Trägerinnen eine Gefahr sein könnten für das Land, während gleichzeitig eine rechtsextreme, paramilitärische Truppe aufgebaut wird», beschreibt er seine Beweggründe. «Es lässt sich kaum von der Hand weisen: Diese Leute fühlen sich offenbar in der aktuellen politischen Stimmung ziemlich sicher. Das macht schon Sorgen.»

Braune Website

Der «Ahnensturm» ist dabei keine unbekannte Gruppe. Vor gut einem Jahr gegründet, machte die Gruppe schnell auf sich aufmerksam. «Der Ahnensturm versteht sich als Kampfelite, bestehend aus Eidgenossen, die bereit sind, für ihre Ideale sehr weit zu gehen.» schreibt die Hobbytruppe auf ihrer in dezentem braun gehaltener Website. Um sich dem «AS», welcher stark an Hitlers paramilitärische Kampforganisation «Sturmabteilung» («SA») erinnert, muss man sich als Mitglied der Rechtsaussen-Partei «Partei national orientierter Schweizer» zählen und gewillt sein, regelmässig Sport zu treiben, um «kampfbereit zu sein». Im Februar sorgte die Partei für Schlagzeilen, als sie einen Workshop mit einem rechtsextremen russischen Kampfsportler organisierte. Dabei waren auch Mitglieder ihrer «Elitetruppe».

Nur ein Sicherheitsdienst?

Ihre Aufgabe sieht der Sturm als Sicherheitsdienst für Veranstaltungen der eigenen Partei, wie er auf seiner «Weltnetzseite» – so bezeichnen der «Ahnensturm» und andere Rechtsextreme das Internet – schreibt. Auf der Facebookseite klingt es anders. «Kämpfe an unserer Seite», steht da, «der nationale Widerstand bekämpft u.a. volks- und heimatfeindliche Vorgänge im Heimatland». «Gewalttätiger Rechtsextremismus war immer ein latentes Phänomen. Liberale Demokratien wie die unsrige waren schon immer anfällig für Extremismus», sagt Wermuth. «Wir sehen in unseren Nachbarländern, wie diese Strömungen plötzlich schnell wachsen können». Darum sei es wichtig, wachsam zu sein. Für Wermuth ist klar: «Jetzt muss der Bundesrat hinschauen.»

Publiziert am 10.09.2016 | Aktualisiert am 22.10.2016
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93 Kommentare
  • Gabor  Posch 11.09.2016
    Thomas Hager sagts schon richtig. Ahnenwurm und solches Gesocks ist in unserem Staat in guten Händen. Ebenso wie der Kern des schwarzen Blocks, obwohl die als wesentlich gefährlicher einzustufen sind. Man bemühe mal das Internet. Was der einfache Bürger machen kann? Ganz rechts und ganz links ignorieren, vor allem den Wermuth bei den nächsten Wahlen. Merci.
    • Adrian  Züger 11.09.2016
      Ein super Kommentar Herr Posch genau auf den Punkt gebracht und vergessen sie die Herren Glättli usw...nicht
  • peter  wullschleger aus olten
    10.09.2016
    Wenn es mal in der Schweiz zu Unruhen kommen sollte, ist so einer wie Wermuth der erste den man sich vorknöpfen muss ! Dann kann er sich das erste mal in seinem Leben behaupten ! Aber er wird dazu zu feige sein.
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      11.09.2016
      Sie haben wirklich konstruktive Loesungsvorschlaege. Passt einer nicht, gibt es auf die Ruebe, gell? Das ist nicht nur sehr sehr simpel, sondern auch die Demokratie mit Fuessen getreten. Andere sagen dem auch halbstark..
  • Josue  Amoros , via Facebook 10.09.2016
    Es wird mir schwindelig.. ich höre immer RECHT dann LINKS.. aber nie den gesunden Menschenverstand, der hat doch keine vordefinierte Richtung. Lösungen müssen gemeinsam gefunden werden und nicht im Kampf gegeneinander umso mehr ein miteinander. In der Politik sollte es nicht um jeden Willen rechtzuhaben sondern für das Volk das beste zu wollen. Aber scheinbar können das nicht alle.
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      11.09.2016
      Genau: Sachpolitik. Daa Schubladendenken mit rot und gruen und links und rechts bremst vieles. Ein Auslaufmodel, aber wir halten ja daran fest, weil es den Leuten Orientierungen vermittelt, das ist anscheinend ein Beduerfnis.
  • Andreas  Ruuska 10.09.2016
    Bei den Kommentaren hier wunderst es mich nicht wenn braune Kleidung bald Pfilicht wird in der Schweiz. Sicherlich unterstütz mit Kommentaren wie, wir untertützen die Einheit der Schweiz. Sehr bedenklich
  • Linda  Marbach aus Basel
    10.09.2016
    Die Worte "Kampf und kämpfen" singt man bei der Internationalen mehrmals und sie werden auch bei SP-Veranstaltungen und auf deren Webseite stets gebraucht. Warum muss immer alles aufgebauscht werden? Diese paar Pnos-"Mannnöggeli" von internen Sicherheitsdienst sind nun wirklich keine Gefahr.