CDU-Parteitag Dämpfer – aber kein Drama

Mit 89,5 Prozent der Stimmen wurde die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Amt als CDU-Parteichefin bestätigt. Vor zwei Jahren waren es noch 96,7 Prozent.

Elf Minuten stehender Applaus für Angela Merkel. play
Kanzlerin Angela Merkel (62) bleibt CDU-Parteichefin.  KAY NIETFELD

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Elf Minuten tosender Applaus, aber nur 89,5 Prozent der Stimmen: Der gestrige CDU-Parteitag in Essen war für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (62) ein Dämpfer. Vor zwei Jahren war sie noch mit 96,7 Prozent in ihrem Amt als Parteichefin wiedergewählt worden – trotzdem ist der Verlust von sieben Prozent auch kein Drama.

Klare Worte zum möglichen Burka-Verbot

Die Flüchtlingskrise hat die Partei gespalten. Das weiss auch Merkel. In ihrer 77 Minuten langen Rede betonte sie deshalb auch: «Eine Situation wie die des Sommers 2015 kann, soll und darf sich nicht wiederholen.» Auch zu einem möglichen Burka-Verbot und dem Islam findet sie deutliche Worte. «Bei uns heisst es: Gesicht zeigen, deswegen ist die Vollverschleierung nicht angebracht, sie sollte verboten sein. Unser Recht hat Vorrang vor Ehrenkodex, Stammesregeln und der Scharia.» 

Merkel will aber nicht nur Parteichefin bleiben. Auch bei den Bundestagswahlen im nächsten Herbst will die Kanzlerin wiedergewählt werden. «Die Wahl wird wahrlich kein Zuckerschlecken», sagt sie. Der Druck von «rechts und links» ist hoch. Deshalb fordert Merkel von ihren Parteikollegen: «Ihr müsst mir helfen!»

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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5 Kommentare
  • Meyer  Roman aus Aarau
    07.12.2016
    Jetzt hoffen wir in Europa dass das Deutsche Volk diese Frau nicht Wählt.

    Sonst sind alle in Europa Schockiert.
    Diese Frau hat alles Falsche gemacht, was man Falsch machen kann.

    Auch Herr Trump mit den Amerikaner/innen wären Schockiert wenn diese Frau wieder gewählt wird.






    • Ursula  Schüpbach , via Facebook 07.12.2016
      "Auch Herr Trump mit den Amerikaner/innen wären Schockiert wenn diese Frau wieder gewählt wird." Ach was, Trump hatte nicht mal das Volksmehr bei der Wahl. Aber typisch populistischer und überheblicher Kommentar. Man kommt sich grossartig vor und hält sich für das A und O der Welt.
  • Othmar   Huber 07.12.2016
    Warten wir ab, ob der Wechsel in den USA diese folgsame Kanzlerin nicht in den nächsten Monaten aus dem Amt fegt. Mit einem Obama war sie die richtige Person und Befehlsempfängerin die alle Entscheide der Atlantikbrücke umsetzte. Genau so unsicher ist die EU Lage. Ein Funke und die Finanzkatastrophe die die erfolgreiche Kanzlerin mit angezettelt hat, wird sich nicht aufhalten lassen. Jeder Ballon den man mit immer mehr Wasser füllt - PLATZT!
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    07.12.2016
    Merkel wird auf jeden Fall wieder Kanzlerin, da die Union uneinholbar vorn liegt. Das Dilemma ist, dass Merkel sich zwar als Verteidigerin Europas sieht, aber als Gallionsfigur eines Europas gilt, welches inzwischen rund die Hälfte der Europäer ablehnen und den Brexit wesentlich mitverschuldet hat. Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Europa ist Merkel deshalb ein krasser Missgriff und spielt den EU- und Euro-Gegnern in die Hände.
    • Ursula  Schüpbach , via Facebook 07.12.2016
      Merkel gehört zu den wenigen souveränen Politikerinnen in Europa. Die lauten Schreihälse, siehe auch Brexit, werden rasch still, wenn es ernst wird, wenn es um liefere statt lafere geht. Siehe auch Nigel Farage. Vollmundig in der Welt rumprahlen, dann anderen den Scherbenhaufen überlassen und keine Verantwortung übernehmen.