EDI für den neuen Bundesrat Burkhalter übernimmt Monster-Departement

BERN – Es ist entschieden: Der frisch gewählte Bundesrat Didier Burkhalter erbt mit dem EDI ein Monster-Departement mit vielen Baustellen. Eine Herkules-Aufgabe.

  • Publiziert: 18.09.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play Burkhalter und seine neuen Arbeitskollegen des Bundesrats. (Reuters)

Gestern am Empfang auf dem Bahnhof seiner Heimatstadt Neuenburg fand der frisch gewählte Bundesrat Didier Burkhalter endlich zum Lächeln. Bei der Verteilung der Departemente heute in Bern dürfte Burkhalter nun wieder seine ernste Miene aufgesetzt haben.

Didier Burkhalter übernimmt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI). Damit erbt er von Pascal Couchepin nicht nur dessen Departement, sondern auch alle Baustellen: Die explodierenden Gesundheitskosten und die maroden Sozialwerke AHV und IV. (Hier lesen Sie mehr zu den Monster-Aufgaben.)

Das allein schon eine Riesen-Aufgabe, zumal Burkhalter nicht als Gesundheitspolitiker gilt und sich in die schwierigen Dossiers erst einarbeiten muss.

Doch diese Herkules-Aufgabe scheint dem 48-Jährigen noch nicht genug: Burkhalter will die Regierung umbauen. So soll endlich ein Bildungsdepartement her – wie er es als Parlamentarier gefordert hatte. Viele aus dem Parlament hoffen, dass es mit einem neuen Mann im Bundesrat endlich klappen könnte.

Zusätzlich will Burkhalter im Bundesrat vermittelnd einwirken. In seinen Augen soll die Landesregierung wieder als Einheit auftreten. Die Kollegialität steht für den Neuenburger im Zentrum. Wie er diese teambildenden Massnahmen als Junior-Bundesrat ins Gremium einbringen will, ist unklar.

Klar ist hingegen, dass Burkhalter neben den Departements-Aufgaben einiges auf der To-Do-Liste stehen hat. (ent)