Wanzen-Affäre Parlament will Klarheit von SF

  • Aktualisiert am 02.01.2012
Knopf des Anstosses: Toni Brunner (r.) im Gespräch mit Hansjörg Walter – das Mikrofon ist am Revers von Brunner gut zu erkennen.- Keystone

BERN – In der Wanzen-Affäre um Toni Brunner schaltet sich nun Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi ein.

Weil SVP-Präsident und Nationalrat Toni Brunner bei der Bundesratswahl ein Mikrofon des Schweizer Fernsehens (SF) auf sich trug, wird Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi aktiv. Sie verlangt eine Abklärung des Sachverhalts.

Die TV-Aufnahmen wurden für ein Porträt von Brunner in der Reihe «Reporter» von SF verwendet, für welches dieser während mehrerer Tage von einem Kamerateam begleitet wurde. Gesendet wurde der Beitrag am Mittwoch, den 17. Dezember.

Bewilligung erforderlich

Für solche Aufnahmen brauche es gemäss Reglement die Bewilligung des Büros der Vereinigten Bundesversammlung, sagte die Nationalratspräsidentin heute zu entsprechenden Medienberichten. «Es gab aber keine Anfrage und keine Bewilligung.»

Die Angelegenheit sei am Freitag vom Büro des Nationalrats diskutiert worden. «Wir wollen den Sachverhalt klären, dann sehen wir weiter», sagte Simoneschi-Cortesi. Noch heute schicke sie einen Brief ans Schweizer Fernsehen mit der Bitte um Stellungnahme. (SDA)

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