Zu viel Ausbeutung Bundesrat will keine Cabaret-Tänzerinnen mehr

  • Publiziert: 15.06.2012
play Es ist zu schwierig zu kontrolileren, ob die Bestimmungen des Statuts eingehalten werden, sagt der Bundesrat. (Crazy Horse)

Der Bundesrat will das sogenannte Cabaret-Tänzerinnen-Statut aufheben. Dadurch werden in Zukunft weniger Frauen zum tanzen in die Schweiz kommen können.

Frauen aus Staaten ausserhalb der EU und der EFTA sollen in der Schweiz nicht mehr als Cabaret-Tänzerinnen arbeiten dürfen. Die Zulassung ausländischer Cabaret-Tänzerinnen wird seit über 40 Jahren mit Arbeitsbewilligungen geregelt. In den 90er Jahren wurde ein spezielles Statut geschaffen.

Dieses erlaubt es Personen aus Drittstaaten, in die Schweiz einzureisen, um als Cabaret-Tänzerinnen zu arbeiten. Zu ihrem Schutz ist es ihnen aber ausdrücklich untersagt, Gäste zu Alkoholkonsum zu animieren oder der Prostitution nachzugehen.

Prostitution trotz Verbot?

Nun will der Bundesrat das Cabaret-Tänzerinnen-Statut für Personen aus Drittstaaten aufheben, wie das Bundesamt für Migration (BFM) mitteilt. Bei der periodischen Überprüfung sei er zum Schluss gelangt, dass «die Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet» sei. Dies heisst wohl, dass die Cabaret-Tänzerinnen trotz des Verbots als Prostituierte oder Animierdamen arbeiten.

Die Hälfte der Kantone wenden die Bestimmungen gar nicht mehr an und die Einhaltung ist sehr schwer überprüfbar. So ist es etwa schwer festzustellen, ob das Verbot der Prostitution eingehalten wird und die geforderten Mindeslöhne bezahlt werden. Weiter weist der Bundesrat darauf hin, dass das Risiko des Menschenhandels sehr hoch ist.

Cabaret-Branche verliert an Bedeutung

In den letzten Jahren stammte der Grossteil der Cabaret-Tänzerinnen aus der Ukraine. Stark vertreten sind ebenfalls Tänzerinnen aus Russland sowie aus der Dominikanischen Republik. Die Einreisen haben jedoch Jahr für Jahr abgenommen. Dieser Trend wird auch durch die Abnahme der wirtschaftlichen Bedeutung der Cabaret-Branche über die letzten Jahre bestätigt.

Aktuell weist die Branche noch etwa 2'000 Beschäftigte aus. Es ist eine Verschiebung der Szene von Cabarets hin zu Kontakt-Bars und dem weiteren Rotlichtmilieu feststellbar.

Die Abschaffung des Statuts geht nun in die Vernehmlassung. Bis im November haben involvierte Kreise Zeit, sich zu äussern. (sda/vuc)

Beliebteste Kommentare

  • Hans-jörg  Kalt-Reina , Higuey DOM
    Was man nicht alles macht für ein besseres Leben. Ja Herr Schumacher es ist Menschenhandel. Zuerst zahlt die Dominikanerin einem Agenten in der DR oder einer Landsmännin die bereits in der CH im Cabaret arbeitet für die Vermittlung und bis zum Vertrag bis zu 200000 Peso gleich 6000 CHF. Danach erhalten sie das Visum, und werden jeden Monat in ein anderes Cabaret oder Kontaktbar per Vertrag verschoben. Es gibt Kontaktbaren da wird vor dem ersten Arbeitstag eine Ueberweisung in der höhe des ersten Saläres verlangt.
    Wieso machen die jungen Frauen das? Weil sie mit Ihren Remesas ihre ganze Familie unterstützen und die Schule Ihrer Kinder bezahlen müssen.
    224782 Haushalte in der Dominikanischen Republik erhalten Remesas. Anhand dieser Zahlen wird deutlich wie viele Familien abhaengig von den finanziellen Hilfen aus dem Ausland sind. Oft sind die Geldtransfers die einzigen Einkommen der Familien.
    • 16.06.2012
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  • Fred  Bartlome
    Endlich wird auch hier aufgeraeumt und den Abzockern, die sich auf den Ruecken von auslaendischen Frauen dumm und daemlich verdienten, der Riegel geschoben. An die Herren und Damen die es angeht, sei der gute Rat gegeben: Von nun an in die eigenen Haende spucken und arbeiten gehen!
    • 15.06.2012
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Alle Kommentare (6)

  • Mailyn  Pelagio-Kerzenmacher , Frauenfeld , via Facebook
    Na und!
    Über den Familiennachzug, der bereits hier anwesenden Prostituierten und ihren Familienclans bleibt, der Nachschub an Prostituierten nach wie vor gewährleistet. Da über Gesetzesänderungen vorzumachen, man hätte in der Migrationssache noch die Fäden in der Hand, mutet geradezu lachhaft an. Aufgrund der vielen üblen und hässlichen Rassisten die bei BfM und vor allem Migrationsamt TG arbeiten, jedoch noch nicht mal tragisch sonder notwendig. Nur die anhaltende Zuwanderung wird diese üblen kriminellen Rassisten langfristig in die Enge treiben.
    • 16.06.2012
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  • Hans >Peter  Läuchli , Vellerat
    Das ist grausam. Wo findet jetzt die noch nicht versorgte Führungsriege der Grünliberalen ihre Partnerinnen. Liebe Mitteparteien, setzt Euch dafür ein, dass sie wieder kommen dürfen.
    • 16.06.2012
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  • Hans-jörg  Kalt-Reina , Higuey DOM
    Was man nicht alles macht für ein besseres Leben. Ja Herr Schumacher es ist Menschenhandel. Zuerst zahlt die Dominikanerin einem Agenten in der DR oder einer Landsmännin die bereits in der CH im Cabaret arbeitet für die Vermittlung und bis zum Vertrag bis zu 200000 Peso gleich 6000 CHF. Danach erhalten sie das Visum, und werden jeden Monat in ein anderes Cabaret oder Kontaktbar per Vertrag verschoben. Es gibt Kontaktbaren da wird vor dem ersten Arbeitstag eine Ueberweisung in der höhe des ersten Saläres verlangt.
    Wieso machen die jungen Frauen das? Weil sie mit Ihren Remesas ihre ganze Familie unterstützen und die Schule Ihrer Kinder bezahlen müssen.
    224782 Haushalte in der Dominikanischen Republik erhalten Remesas. Anhand dieser Zahlen wird deutlich wie viele Familien abhaengig von den finanziellen Hilfen aus dem Ausland sind. Oft sind die Geldtransfers die einzigen Einkommen der Familien.
    • 16.06.2012
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  • Abbas   Schumacher , Glaibasel
    Das ging ja lange bis man bemerkt hat, dass hier eine Art Zuhälterei ausgeübt wurde. Wenn z. B. ein Mädchen von Santo Domingo auf dieses Angebot einging, musste es zuerst unterschreiben, dass die Kosten an die Agentur zu zahlen sind. Kosten: Nicht nur das übliche Agenturgeld, nein, da kamen noch weiss was für Kosten dazu. Das ist Sklavenhandel mit Genehmigung der Konsulate, die, die Visa dafür ausgestellt haben, nachdem der Tänzer? - Vertrag aus der Schweiz ausgestellt wurde. Dann hier in der Schweiz, sucht man einen Mann!
    • 15.06.2012
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  • Fred  Bartlome
    Endlich wird auch hier aufgeraeumt und den Abzockern, die sich auf den Ruecken von auslaendischen Frauen dumm und daemlich verdienten, der Riegel geschoben. An die Herren und Damen die es angeht, sei der gute Rat gegeben: Von nun an in die eigenen Haende spucken und arbeiten gehen!
    • 15.06.2012
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