Geld für Armee Bundesrat Maurer beschimpft SVP

  • Aktualisiert am 02.01.2012
Streiit mit der eigenen Partei: Bundesrat Ueli Maurer.

BERN – Wie viel Geld soll die Armee erhalten? Darüber streitet sich VBS-Chef Ueli Maurer jetzt mit seiner eigenen Partei.

Nur darüber sind sich beide einig: Bei der Armee muss gründlich aufgeräumt werden. Das fordert Verteidigungsminister Ueli Maurer genauso wie seine Partei, die SVP. Deren Galionsfigur, Christoph Blocher, hatte die Armee vor einigen Tagen gar als «Sauladen» bezeichnet.

Doch beim Geld scheiden sich die Geister. Und zwar aufs heftigste. Die SVP, allen voran Christoph Blocher und Ulrich Schlüer, will nämlich der Armee kein zusätzliches Geld bewilligen. Es soll bei vier Milliarden Franken pro Jahr bleiben.

«Damit ist die SVP realitätsfremd», schimpft Ueli Maurer gegenüber Radio DRS.

Denn: Ohne neues Geld könne die Armee ihren Leistungsauftrag gar nicht erfüllen!

Und: Nehme man die Vorschläge der SVP genauer unter die Lupe, werde auch klar, dass die vier Milliarden hinten und vorne nicht reichen würden. Denn die Pläne der SVP-Strategen Christoph Blocher und Ulrich Schlüer würden Mehrausgaben von «ein bis zwei Milliarden» verursachen, so Maurer.

Das widerspreche jedoch den Sparvorgaben des Bundesrats. Er, Maurer, verlange daher rund 700 Millionen Franken pro Jahr mehr für die Armee.
(snx)

Christoph Blocher: «Es gibt nicht mehr Geld für die Armee!»- Keystone

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