Sparen mit dem Bundes-Prämienrechner? Bundesrat Burkhalter greift Comparis an

  • Publiziert: 13.01.2011, Aktualisiert: 13.01.2012

Preisvergleich im Internet? Was den Kunden freut, freut auch die Anbieter dieser Plattformen. Sie verdienen gutes Geld damit. Das passt dem Bundesrat nicht. Er will einen eigenen Vergleichsdienst aufbauen.

Jedes Jahr steigen die Krankenkassenprämien. Und jedes Jahr wechseln Tausende die Versicherung. Viele finden dabei auf Internetvergleichsdiensten eine günstige Offerte.

Die Konsumenten freuts. Und Comparis und Co. verdienen damit ihr Geld. Sie bieten Vergleichsrechner für Versicherungen, Krankenkassen, Telefon-Anbieter – und werden für das Übermitteln von Offertanfragen entschädigt. Die Krankenkassen geben jedes Jahr rund 33 Millionen Franken für Maklerdienste aus, berichtet die «Handelszeitung».

Das ist Gesundheitsminister Didier Burkhalter ein Dorn im Auge. Burkhalter will deshalb laut dem Bericht im Herbst den Versicherten einen eigenen Vergleichsdienst anbieten.

Dafür Steuergelder ausgeben?

«Es ist richtig, dass hier Kosten entstehen, andererseits wird gespart. Nur dank dem, dass die Versicherten ihre Kassen wechseln, gibt es überhaupt einen Anreiz für die Kassen günstige Prämien anzubieten», sagt Comparis-Chef Richard Eisler gegenüber Blick.ch

Er macht Bundesrat Burkhalter auch gleich ein Angebot: «Wir stellen unseren Prämienrechner auch gerne gratis zur Verfügung. Für so etwas sollen keine Steuergelder ausgegeben werden.»

Beim Bundesamt für Geusndheit verrät man keine Details. Laut «Handelszeitung» bestätigt das BAG aber, dass man den Service für Versicherte ausbaut.

Angst um seinen Service hat Eisler nicht: «Konkurrenz gibt es schon lange, die Pläne des Bundesrates machen uns keine Sorgen.» (bö/zum)