Brisante Forderung Schweiz soll jeden 10. Mittelmeer-Flüchtling aufnehmen

BERN - Tausende Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer nach Europa. Die Schweiz soll 10 Prozent davon aufnehmen, fordert die Gewerkschaft Unia.

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Der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer bricht nicht ab. Obwohl dieses Jahr schon 1800 Menschen auf hoher See den Tod fanden, wagen immer mehr verzweifelte Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt.

Europa hat mittlerweile reagiert und die Präsenz von Schiffen vor der libyschen Küsten verstärkt. Das ist auch dringend nötig. Allein am Auffahrtstag wurden 2200 Menschen gerettet. In den vergangenen Wochen waren es über 10'000.

Die EU hat kürzlich beschlossen, dass sie 20'000 Flüchtlinge aufnehmen und diese auf ihre Mitgliedsländer verteilen will. Würde sich die Schweiz daran beteiligen, müsste sie weniger Flüchtlinge aufnehmen als jetzt.

Der Gewerkschaft Unia geht dies aber gegen den Strich. «Mittlerweile sind wieder Tausende von Flüchtlingen ertrunken, und Europa streitet sich über die Verteilung der Menschen auf die einzelnen Länder», heisst es in einer Resolution der Unia-Migrationskonferenz.

Zumutbar für ein reiches Land wie die Schweiz

Die Gewerkschaft fordert nun «Taten statt Worte». Konkret: Die Schweiz soll 10 Prozent der geretteten Flüchtlinge aufnehmen.

«Einem reichen Land wie der Schweiz ist ein solches Kontigent zumutbar», schreibt die Unia in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig fordert die Gewerkschaft die Wiedereinführung das Botschaftsasyls.

Denn für die Unia ist klar: «Migration ist nicht aufzuhalten, wenn die Menschen verzweifelt sind und vor Krieg, Hunger und Hoffnungslosigkeit fliehen. Alle Massnahmen, die Einwanderung nach Europa zu verhindern, führen aber zu noch gefährlicheren Fluchtwegen und noch mehr Toten.» (sas)

Publiziert am 16.05.2015 | Aktualisiert am 16.05.2015
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Schon wieder! Hunderte Flüchtlinge in Seenot

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