Bravo, Frau Markwalder! Kurzes Kleidchen für «verhüllte» Herren

BERN - Die muslimische Bekleidung ist zum delikaten Politikum geworden. Nationalratspräsidentin Christa Markwalder passte ihren Kleidungsstil beim Empfang einer kuwaitischen Delegation jedoch keinen Deut an. «Ich kleide mich immer westlich», sagt sie zu BLICK.

Ein Bravo für Christa Markwalder: Kein Kleidungs-Kompromiss play
Sticht heraus: Christa Markwalder mit Politikern aus Kuwait im Bundeshaus. LUKAS LEHMANN

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Muslimische Kleidung ist in Europa zum Politikum schlechthin geworden: Die Schweiz diskutiert über ein Burka-Verbot, ein Gericht in Frankreich hat die umstrittenen Burkini-Verbote an französischen Stränden gekippt – doch der politische Streit geht weiter. Und auch in Deutschland werden Rufe nach Burka-Verboten lauter.

Wie wohltuend ist da der Auftritt der höchsten Schweizerin beim Empfang einer Delegation aus Kuwait. Christa Markwalder passte ihren Kleidungstil überhaupt nicht an – und empfing den Vize-Premierminister Sheikh Khaled Al Hamad Al Sabah und sein ausschliesslich männlicher Anhang in einem für Politikerinnen doch eher kurzen Kleidchen.

«Markwalder ist dem Amt nicht gewachsen» 

In Kuwait sind die Kleidervorschriften für Frauen im Vergleich mit anderen muslimischen Ländern allerdings auch nicht allzu scharf. Zwar tragen die meisten Frauen Kopftuch und Abaya – ein schwarzes Übergewand, das vom Hals bis zu den Füssen reicht. Doch so viel Bein wie bei der FDP-Politikerin sehen die in traditionellen Dishdasha gekleideten Politiker in ihrem Land jedoch kaum.

Respektvolles Gespräch

«Was die Kleidung betrifft – ich kleide mich immer westlich», sagt Markwalder zu BLICK. Sie habe sich mit der Delegation über die Krisenherde im Nahen Osten unterhalten sowie über die Koordination unseres humanitären Engagements.

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Zudem hätte sich die Delegation an einer Vertiefung des wirtschaftlichen Austauschs mit der Schweiz sowie an einer engeren Zusammenarbeit im Bildungs-, Kultur- und Gesundheitsbereich interessiert gezeigt. «Der Dialog war offen, freundschaftlich und respektvoll», so Markwalder.

Burkini-Verbot in Basler Badi 

Zuvor hatte Kuwaits Vizepremierminister unseren Aussenminister Didier Burkhalter getroffen – und ein Memorandum of Understanding im Bereich Entwicklungszusammenarbeit unterzeichnet. (nmz)

Publiziert am 30.08.2016 | Aktualisiert am 31.08.2016
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  • Romy  Mattli 01.09.2016
    @Gustav Nörgeli: Nein, kein Aufruf an Irgendwer - einfach nur meine Meinung. Doch ich hab eine Frage an sie: Wer bestimmt, was als Angemessen gilt? Die Gesellschaft oder gar sie selbst Herr Nörgeli ? Wie wäre es für sie, wenn jemand über ihre Kleidergewohnheiten herzöge, wie hier über Frau Markwalders Kleid? Sicher gibt es auch hier Leute, denen ihr Auftreten nicht gefallen würde - egal wie es auch aussehen mag. Denn Nörgeler wird es immer geben - leider!
  • Sascha  Klanke aus Pr. Oldendorf
    31.08.2016
    Nun, dann wird Frau Markwalder sicher auch kein Problem damit haben, wenn sich Frauen aus muslimischen Kulturkreisen dementsprechend kleiden. Das gilt übrigens auch für alle, die hier Beifallklatschen: Frau Markwalder loben und gegen einen Hidschab Amok laufen ist dann einfach? Genau: Verlogen!
  • Claudia  Morin 31.08.2016
    Ich weiss nicht ob der Auftritt von Frau Markwaldner für diese Herren einen Affront bedeutete, man müsste sie dazu befragen. Aber das glaube ich nicht die sind viel offener als man meint und wissen wie es im Westen läuft Aber Fakt ist auch dass die Schweiz im Jahre 2015 für 450 mio F Waren nach Kuwait lieferte, sie hätte sich da vielleich etwas mehr Mühe geben können mit der Kleiderwahl !

  • Bruno  Schmid 31.08.2016
    An Herrn Rolf Wysshaar; Herr Wysshaar schauen Sie sich mal meine Likes im Gegensatz zu Ihren Downs an! Der Erfolg gibt mir alleine schon desswegen Recht. Alles Klar! Und im Uebrigen habe ich und vermutlich viele andere hier, im ganzen Leben noch nie so ein Unsinn wie Sie Ihn Schreiben jemals gelesen.
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    31.08.2016
    Wenn man sich nicht bewusst ist, was in solchen Begnungen getragen werden soll, hätte sie irgendeine Schweizer Tracht zur Schau stellen können....oder ein Dirndl mit tiefem Ausschnitt, wenn sie schon demonstrativ provozieren und den Wüstenprinzen auf Augenhöhe charakterfest begegnen wollte.