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Im aktuellen Interview auf Tele Blocher gibt sich der Chefstratege Christoph Blocher eingeschnappt. Die anderen Parteien sind Schuld. Sie hätten die Konkordanz gebrochen. Darum bleibe der SVP jetzt nur noch die Opposition.
«Es ist dringend notwendig, dass wir Widerstand leisten. Aber die Partei muss sich jetzt erst wieder in diese Rolle eingewöhnen und sich an Disharmonie gewöhnen», sagte Blocher auf seinem Sender.
Gestern im Rat seien einige SVP-Parlamentarier bei der Wahl eines Gegenkandidaten aufgestanden und hätten geklatscht. «Sie sagten, das gehöre sich so.» Quasi als Respektsbezeugung.
Christoph Blocher ist anderer Meinung. «Es gibt Leute, die wollen beliebt sein. Auf diese Weise kann man nicht Opposition betreiben.»
Selbstkritik an der Strategie zur Bundesratswahl übt Blocher hingegen keine. Er fühlt sich herein gelegt. «Leider hatte es ein paar Egerszegis in der FDP-Fraktion. Die wählten am Ende Widmer-Schlumpf, obwohl uns die FDP Konkordanz zugesichert hatte.»
Gabi Huber, die FDP-Fraktionspräsidentin, sei hingegen sauber. Sie habe sich an die Abmachung gehalten. Doch die FDP habe am Schluss mit der SP ein Päckli geschnürt, deshalb hätte die SVP verloren.
Am 28. Januar 2012 findet die Delegiertenversammlung statt. Dort soll es zu einer grösseren Chropfleerete kommen. Unter anderem soll auch das Kommunikationsproblem der Parteispitze gegenüber der Basis ein Thema sein.
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Die drei B: Brunner, Baader, Blocher. Ihnen scheint die Fähigkeit zur Selbstkritik abzugehen. (sda)