BLICK deutet die Weihnachtskarten-Grüsse Das wollen uns die Bundesräte damit sagen

BERN - Weihnachtszeit ist Grusskartenzeit. Aber immer nur «schöne Festtage und einen guten Rutsch» zu wünschen, ist langweilig. Unsere Bundesräte hätten da ein paar Ideen: Eidgenössisch geprüfte Grusskarten-Weisheiten.

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Er ist der bunteste Magistrat in Bundesbern – und dies zeigt SP-Bundesrat Alain Berset (44) auch per Weihnachtskarte. Ein blonder Jüngling posiert auf der Grussbotschaft des SP-Bundesrats, künstlerisch umspielt von Zahlen, geometrischen Formen und schwarzen Punkten.

Traditionell wählt der Kulturminister den Gewinner des Designer-Preises für die Gestaltung seiner Karte aus – die diesjährige Ausgabe stammt von der Westschweizerin Manon Wertenbroek. 

Philosoph Berset

Und auch bei der Botschaft wählt Berset einen Satz, der Interpretationsspielraum zulässt: «Les chiffres masquent parfois l'essentiel» – «Zahlen verbergen manchmal das Wesentliche» – steht auf dem bundesrätlichen Kärtchen. In der persönlichen Handschrift fédéral.

Eine Anspielung auf die hart umkämpfte Budgetdebatte vergangener Wochen? Eine selbstironische Sichtweise auf die Gesundheitskosten, die, mit Verlaub Herr Bundesrat, wenig Anlass zum Lachen geben? (Auch wenn Kollega Schneider-Ammann (64) dieses Jahr mit der Lachempfehlung für Kranke zum Kult wurde.)

Apropos Schneider-Ammann: Dieser wird seinem seit 2016 gefestigten Ruf als Witzbold mit seinem Weihnachtsgruss mehr als gerecht: «Jeder will zurück zur Natur, aber keiner zu Fuss. Lassen Sie uns im 2017 gemeinsam neue Herausforderungen annehmen», zitiert der FDP-Mann den deutschen CSU-Politiker Alois Glück. Ist da etwa jemand ein bitzeli konsterniert?

Konventionell halten es – welch Überraschung – die SVP-Magistraten Guy Parmelin (54) und Ueli Maurer (66): «Joyeuses Fêtes de fin d'année!», wünscht der SVP-Romand auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch. Maurer ist auch nicht kreativer. Dafür lässt er gemeinsam mit Kollege Parmelin auf rätoromanischen Zorn hoffen: Die vierte Landessprache unterschlagen die beiden unadventlich unsolidarisch. Sorry, Lia Rumantscha, ihr habt noch keine Ferien!

Die Bundesrätinnen und das Kinder(un)glück

Die künftige Bundespräsidentin Doris Leuthard (53) gedenkt derweil der Jüngsten, wünscht bedeutungsschwanger: «Eine Welt mit Kindern ist eine Welt mit Zukunft.»

Und auch die andere Frau im Bundesrat, Simonetta Sommaruga (56), setzt auf Kinder: Ihr Kärtchen zeigt einen Verdingbub, dazu handschriftlich eine Anspielung auf die erfolgte Wiedergutmachung für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen: «Einen Blick zurück – einen Schritt nach vorn.»

FDP-Mann Didier Burkhalter (56) mag es pathetisch – und trocken wie die Engadiner Luft: Zum Gemälde von Giovanni Segantini schreibt er: «Der breite Weg durch den Schnee führt wie ein Lebensweg zu unbekannten Horizonten.» Segantinis Vision der Zukunft sei voll Licht und Hoffnung. «Möge das Jahr 2017 auch Ihnen neue Chancen eröffnen.»

In diesem Sinne: Viel Licht, wenig Zahlen, Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung – und trotz Naturbedürfnis kein langer Fussmarsch.

Grazia fitg e bellas Festas da Nadal wünscht ihre BLICK-Redaktion.

Publiziert am 24.12.2016 | Aktualisiert am 06.01.2017
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1 Kommentare
  • Ueli  Keller 25.12.2016
    Das Monsieur Parmelin seine Grüsse auch auf Englisch mitteilt, ist sicgher nicht schlecht, aber als SVP-ler sollte er schon wissen, dass die vierte Landessprache rätoromanisch ist. Peinlich, peinlich.....