Bewunderung für die erfolgreiche Schweizer Partei AfD schaut bei der SVP ab

Der rechten «Alternative für Deutschland» (AfD) werden für Sonntag historische Wahlgewinne prognostiziert. Sie wird voraussichtlich mit zweistelligen Ergebnissen in drei weitere deutsche Landesparlamente einziehen.

Frauke Petry bei der Wahlkampf Abschlussveranstaltung der AfD in Rheinland Pfalz im Food Hotel Neuw play
Stark im Aufwind: Frauke Petry mit ihrer Alternative für Deutschland (AfD). Imago

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Im Interview mit der «SonntagsZeitung» sagt Parteichefin Frauke Petry (40), dass sie sich in der deutschen Politik «mehr schweizerische Verhältnisse» wünsche. «Ein zentrales Anliegen der AfD ist die Forderung nach direkter Demokratie nach Schweizer Modell», sagt sie.

Als Vorbild nennt sie die SVP: «Als junge Partei verfolgen wir deren grossen Erfolg mit Interesse und versuchen, uns daran zu orientieren.» Deshalb pflege man auch Kontakte in die Schweizer Partei.

Das erste Mal auf die SVP aufmerksam wurde sie laut der «SonntagsZeitung» aufgrund der Masseneinwanderungsinitiative.

Weiter zeigt Petry Verständnis für die patriotische Bewegung Pegida und kritisiert Europas Asylpolitik: «Wir müssen wieder zwischen Asyl und Einwanderung trennen», so Petry. Syrer beispielsweise seien «keine klassischen Asylfälle. Das sind nicht alles Flüchtlinge.» Man müsse den Mut haben, auch Menschen nach Syrien zurückzuschaffen.

In Deutschland ortet Petry Diktatur-Tendenzen: «Ich habe festgestellt, dass in dem angeblich demokratischen Deutschland vieles im Ansatz wie in einer Diktatur läuft.» Beispiele seien Sprechverbote und eine eingeschränkte Meinungsbildung. «Deutschland politisiert auf dem deutschen Schuldkomplex. Das funktioniert nicht.» (gf)

Publiziert am 13.03.2016 | Aktualisiert am 30.05.2016
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14 Kommentare
  • Peter  Nüesch aus Balgach
    13.03.2016
    Diktatorische Tendenzen in D, das seh ich allerdings auch so. Aber die Linken hatten ja schon immer einen Hang, das Volk zu entmündigen. Bravo an die AfD, wenn sie dem Gegensteuer geben wollen. Dem eigenen Volk misstrauen, aber blindes Vertrauen an irgendwelche Leute von irgendwoher. Und plötzlich hat es Geld und Mittel für 1,5 Mio. Zugewanderte pro Jahr, aber weder vorher noch jetzt Geld und Mittel für unterprivilegierte Deutsche, die dürfen weiter z.B. an Autobahnen, Flughäfen etc. wohnen.
  • steve  Hunter aus Luzern
    13.03.2016
    Goetz: Der Fahrzeuglenger wird beim einer Geschwindigketsübersetzung unverhältnismässig bestraft. 1.muss er eine enorme Busse bezahlen 2. wird durch Strafbefehl vorbestraft wieder eine bedingte Strafe drittens administrativ 3 Mo Führerscheinentzug
    4. alle Gebühren 5. Gefängnis bis 5 Jahren Zusammen wird er 5 mal bestraft. Finden Sie dass ein Gewaltverbrecher weniger bestraft werden soll als ein Fahrzeuglenker, der auf Autobahn 30 km schneller fährt.
    Niemand gefährder oder verletzt?
  • Simone  Volande aus Zürich
    13.03.2016
    Natürlich guckt die AfD in Herrliberg ab! Eine dermassen extremistische Partei, die es noch dazu schafft, von der schweizerischen Stimmbevölkerung als irgendwie wählbar empfunden zu werden, erklärt man Kindern jeweils mit der Metapher vom Wolf im Schafpelz. Will heissen: Wir haben einiges an Dreck vor der eigenen Tür, genug jedenfalls, um nicht auf andere zeigen zu dürfen, bevor wir die eigenen Extremisten zum Teufel gejagt haben.
  • Franz  Vincent 13.03.2016
    «Man müsse den Mut haben, auch Menschen nach Syrien zurückzuschaffen.» Das ist in etwa dasselbe, wie wenn während dem zweiten Weltkrieg die britische Besetzungsmacht in Palästina ganze Schiffe von jüdischen Flüchtlingen nach Europa zurückschickte. Was dann passierte muss ich wohl nicht noch betonen...
  • steve  Hunter aus Luzern
    13.03.2016
    Die AfD hat sich zu Recht zu einer ernst zu nehmenden Partei entwickelt. Für die etablierten Parteien kommt richtigerweise das Zittern; es wird ihnen nicht gelingen, die AfD bewusst als unglaubwürdig und überflüssig hinzustellen. Denn die AfD nimmt die Sorgen der Bevölkerung ernst: Sie engagiert sich nicht nur gegen das überbordende Flüchtlingswesen, sondern ist auch Euro- und EU-kritisch. Sie ist ein gelungener Kontrapunkt zu den anderen Parteien. Die kommenden Wahl-Jubeltage der AfD tun gut!
    • Franz  Vincent 13.03.2016
      Das ewige «Sorgen-Ernstnehmen» besteht nur darin, diese Sorgen und Ängste zu produzieren, um dann sogenannte «einfache Lösungen» dazu zu erfinden, die nur den Eliten nützen bzw. den Kriegstreibern.