Couchepin-Nachfolge Bestnoten für Lüscher im Bundesrats-Casting

  • Publiziert: 29.08.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Christian Lüscher war als Aussenseiter gestartet, doch bei seinem Auftritt vor der FDP-Fraktion hat der smarte Genfer Nationalrat offenbar alles richtig gemacht.

Der Genfer Nationalrat Christian Lüscher hat die FDP- Fraktion mit seinem Engagement und Feuer überzeugt. Dieses Auftreten hat ihm laut der Fraktionschefin Gabi Huber zur Nomination als Kandidat für die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin verholfen.

«Und der Mann ist intelligent», sagte Huber am Samstag in der Sendung «HeuteMorgen» auf Schweizer Radio DRS. Lüscher selber scheint sich seiner Wirkung auf seine Kollegen bewusst zu sein. «Ich bringe die liberalen Ideen, Enthusiasmus und viel Energie mit», sagte er in der Sendung.

Ausserdem wolle er sich für das Land einsetzen, sagte Lüscher. Der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter, der zweite Namen auf dem Zweierticket, für das sich die freisinnig-liberale Fraktion am Freitagabend entschieden hatte, will vor allem wieder mehr Zusammenhalt in den Bundesrat bringen.

Er wolle im Bundesrat etwas verändern, so dass die Regierung die wichtigen Krisen wieder gemeinsam meistere, sagte er gegenüber Schweizer Radio DRS. (SDA/bih)

SP wartet ab

Bis zum Schluss alles offen halten, will sich die SP. Nach der Nomination der FDP warte sie die Kandidatur der CVP ab, bevor sie sich entscheide, wen sie unterstützt. An Hearings, die am 15. September stattfinden sollen, will die SP den Kandidaten auf den Zahn fühlen.

Der Entscheid der SP wird mit Spannung erwartet, denn die Partei nimmt in der Wahl des Couchepin-Nachfolgers eine Schlüsselposition ein. Damit die CVP der FDP den Sitz abjagen kann, sind die Christlichdemokraten auf die Stimmen der Sozialdemokraten sowie der Grünen angewiesen.
play Smart, engagiert und gutaussehend: Kandidat Lüscher kämpft sich in der FDP immer weiter nach vorne.