Zulassungsstopp kommt wieder Berset will weniger Artzpraxen

  • Publiziert: 24.10.2012
play Berset: Will Comeback des Zulassunsstopps. (EQ Images)

Übung abgebrochen: Die Ende 2011 aufgehobene Zulassungsbeschränkung für Arztpraxen soll wieder eingeführt werden. Allerdings nur in den Kantonen, die dies wollen.

Die Kantone sollen bei einem Überangebot von Spezialärzten die Möglichkeit erhalten, den Zulassungsstopp für Ärzte befristet auf drei Jahre wieder einzuführen.

Die Zulassungsbeschränkung war erst Anfang dieses Jahres aufgehoben worden, was zu einem Ansturm auf Praxisbewilligungen führte.

1500 Anträge in neun Monaten

So beantragten bis Ende September dieses Jahre über 1500 Ärzte eine Abrechnungsnummer – gegenüber 900 im ganzen Jahr 2011.

Das Problem: Massiv zugenommen hat vor allem die Zahl der Anträge für Spezial-Praxen.

Beispiel Zürich: In den ersten neun Monaten 2011 beantragten dort 46 Grundversorger eine Praxisbewilligung, im gleichen Zeitraum 2012 waren es 51. Bei den Spezialärzten stieg die Zahl derweil von 78 auf 278.

Dieser Trend lässt einen Kostenanstieg zulasten der Versicherer befürchten.

Mit der auf drei Jahre beschränkten Gesetzesvorlage will der Bundesrat den Kantonen ein Mittel in die Hand geben, um ab nächstem Jahr bei einer Überversorgung – aber auch bei einer Unterversorgung bestimmter Regionen – rasch reagieren zu können.

In Kraft treten soll die Regelung – Zustimmung von National- und Ständerat vorausgesetzt – im April 2013. (sda/per)

Beliebteste Kommentare

  • Hans  Häberli , via Facebook
    Richtig, das kostentreibende Überangebot an neuen Ärzten und unzähligen Krankenkassen gehört endlich auf ein realistisches, kostensenkendes Mass reduziert.
  • Roland  Althaus , Bern
    Und genau dies, wo die SP Politiker immer wieder versagen respektive mit gespaltener Zunge reden und versprechen und schönreden. Kommen doch welche wie, s. SF1 Arena-Diskussion Anita Fetz, von dieser Partei wo hochjubeln und propagandieren resp. das Stimmvolk anlügen, man solle die eigen Leute in der Schweiz ausbilden und dann sowas wie dem Bericht erwähnt. Schliesslich will man ja Ärzte ja so viel wie möglich importieren. Schliesslich Arbeiten diese ja BILLIGER. Ventilklausel kann man ja so viel Praktischer umgehen und von dieser Partei missbrauchen.
    • 24.10.2012
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Alle Kommentare (6)

  • alois  Leimgruber , Villmergen
    Bis jetzt habe ich nicht etwas gescheites von BR Berset gehört,meine Prämie steigt schon wieder um 7,5 Prozent,
    • 24.10.2012
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  • Roland  Althaus , Bern
    Und genau dies, wo die SP Politiker immer wieder versagen respektive mit gespaltener Zunge reden und versprechen und schönreden. Kommen doch welche wie, s. SF1 Arena-Diskussion Anita Fetz, von dieser Partei wo hochjubeln und propagandieren resp. das Stimmvolk anlügen, man solle die eigen Leute in der Schweiz ausbilden und dann sowas wie dem Bericht erwähnt. Schliesslich will man ja Ärzte ja so viel wie möglich importieren. Schliesslich Arbeiten diese ja BILLIGER. Ventilklausel kann man ja so viel Praktischer umgehen und von dieser Partei missbrauchen.
    • 24.10.2012
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  • Chris  Portavoz
    Bundesrat Berset gefällt mir immer besser. Das ist einer, der Nägel mit Köpfen macht.
  • Hans  Häberli , via Facebook
    Richtig, das kostentreibende Überangebot an neuen Ärzten und unzähligen Krankenkassen gehört endlich auf ein realistisches, kostensenkendes Mass reduziert.
    • Lukas  Müller , Zürich
      Ok, Herr Häberli, wenn Sie die staatliche Versorgung unbedingt wünschen und so sicher sind, dass dann alles billiger wird, dann schauen Sie doch einmal auf Frankreich, England etc.....wieso hat Holland eigentlich wieder die private Krankenversorgung eingeführt....?
      • 24.10.2012
      • als Kommentar auf Hans  Häberli
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  • Beat  Hartmann , via Facebook
    Es ist sehr teuer, Patienten nicht rechtzeitig richtig zu behandeln. So bestand erst jetzt gerade wieder eine Wartezeit bei bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit von 6 Wochen für einen neuen Arzttermin zwecks weiterer noch nötiger Untersuchungen und Abklärungen. Kostet ca. CHF 8000.00. Nicht zu Lasten der Krankenkasse, aber zu Lasten des Arbeitgebers und zu Lasten der Taggeldversicherung.

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