Bernhard Russi und Doris De Agostini fahren am Gotthard gegeneinander: Tunnel-Duell der Skilegenden

Im Abstimmungskampf um die zweite Tunnelröhre am Gotthard stehen sich auch zwei Skistars gegenüber. Während Bernhard Russi die Vorlage befürwortet, kämpft die Tessinerin Doris De Agostini für ein Nein.

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Nach seinem Olympiasieg 1972 in Sapporo (Japan) wurde Bernhard Russi nicht nur in Andermatt UR, sondern auch auf der anderen Seite des Gotthards in Airolo TI feierlich empfangen. Den Blumenstrauss überreichte ihm die 13-jährige Nachwuchsskifahrerin Doris De Agostini. Sechs Jahre später brillierte De Agostini an der Ski-Weltmeisterschaft 1978 in Garmisch-Partenkirchen (D) als Dritte in der Abfahrt, während es Russi nicht aufs Podest schaffte.

Nun bekämpfen sich die Skilegenden im Abstimmungskampf um den Gotthardtunnel. Die Tessinerin, die heute in Minusio TI lebt, befürchtet, dass mit einem zweiten Tunnel bald alle Fahrspuren genutzt würden. Sie wolle in der Leventina aber keine Verhältnisse wie am Brenner mit zwei Millionen Lastwagen im Jahr. «Es geht mir als Mutter auch um die Verantwortung für die nächste Generation», sagt De Agostini. Sie plädiere für ein Nein «gegen mehr EU-Lastwagen durch die Alpen, damit unser Tessin nicht vollends verpestet wird».

Auf der anderen Seite des Gotthards kämpft Abfahrtslegende Russi für die zweite Röhre, unter anderem in der Abstimmungszeitung des Gewerbeverbandes. «Wir müssen verbinden statt trennen», sagt Russi. Das mache die Schweiz stark. «Es ist keine Lösung, das Tessin während Jahren auf dem Strassenweg zu isolieren. Ich sage darum Ja zum Sanierungstunnel am Gotthard.»

Publiziert am 20.02.2016 | Aktualisiert am 27.03.2016
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  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    21.02.2016
    Wenn jetzt noch Skilegenden die Tunnel-Argumente verteidigen müssen, dann ist wahrlich das letzte Pulver verschossen.