Berner Stadtrat erlaubt Schiesskurse für Kinder Die haben keinen Knall!

Vor zwei Jahren verbot der Berner Stadtrat auf Drängen von linken Politikern Schiesskurse für Kinder. Jetzt hat sich die Regierung umentschieden. Ab 2017 wird ihnen gezeigt, wie man ein Luftgewehr handhabt.

Ferienpass Bern: Stadtrat erlaubt wieder Schiessen für Kinder play
In Bern knallts wieder - zumindest mit Luftgewehren. Harpazo Hope

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Schiesskurse für Berner Kinder im Rahmen des Ferienpassprogramms «Fäger» sorgten für rote Köpfe, wie BLICK berichtete. Der grün-alternative Stadtrat Luzius Theiler konnte sich nicht damit anfreunden, dass Kinder im Rahmen dieses Ferienprogrammes mit Luftgewehren und Luftpistolen schiessen lernten. Der Gemeinderat soll veranlassen, dass die Kurse nicht mehr stattfinden, forderte er vor zwei Jahren. Tatsächlich kippte der Stadtrat die Schiesskurse aus dem Programm - vorübergehend.

Jetzt hat sich das Blatt wieder gewendet. Mit 33 zu 23 Stimmen hat der Berner Stadtrat eine dringliche Motion der Linksfraktion abgelehnt, welche forderte, auch weiterhin keine Schiesskurse für Kinder und Jugendliche anzubieten. Ab 2017 darf also wieder geschossen werden.

Jede Familie entscheidet selbst

Die Stadtregierung habe das Fortbestehen des Fägers nicht aufs Spiel setzen wollen, sagte Schuldirektorin Franziska Teuscher im Rat. Jede Familie könne selber entscheiden, ob sie ihre Kinder an den Schiesskursen teilnehmen lassen wolle. Theiler, als Initiant des Vorstosses, kann den Entscheid nicht verstehen. Er warf dem Gemeinderat vor, er sei vor den Regionsgemeinden eingeknickt. Dabei sei der Verzicht auf Schiesskurse «ein wichtiges Signal zugunsten der Friedenserziehung». Einzelne Gemeinden drohten damals, aus dem Programm auszusteigen, falls die Kurse gestrichen würden.

Anderer Meinung war die Mitterechts-Mehrheit des Stadtparlaments. Er selber habe schon als kleiner Bub mit Schiessen begonnen, sagt SVP-Nationalrat Erich Hess. Der sichere Umgang mit Waffen sei die beste Gewaltprävention, ist er überzeugt. Andere Angebote im Fäger seien viel gefährlicher, «zum Beispiel Sprayerkurse». (shu/SDA)

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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28 Kommentare
  • Roland  Waldispühl aus Kriens
    22.10.2016
    10m Luftgewehr ist eine olympische Disziplin und die Kurse laufen unter J+S. Die 10 ist gerade mal einen halben Millimeter im Durchmesser. Es braucht Konzentration, körperliche Spannung aber auch Entspannung zugleich,die richtige Atemtechnik und mentale Stärke dazu. Sicherheit wird gross geschrieben und steht an erster Stelle an den Kursen. Man spricht dabei auch nicht von Waffen sondern von Sportgeräten welche überhaupt nichts mit dem auf dem Bild gemeinsam haben.
  • Aron  Ottiger 22.10.2016
    What the FCUK is wrong with that. Wir wurden in den 70zigern vom Vater ganz klar aufgeklärt wie man mit einer Waffe umzugehen hat oder eben nicht. Der ganze Schlamassel auf dieser Kugel ist die Schuld der Erziehung der Eltern, die fehlt mittlerweile bei vielen, das ist das Problem und nicht irgendeine Ausrede oder die Zeit. Wir kochen auch immer noch mit Wasser wie immer. So what.
  • Hans-Ulrich  Feuz 22.10.2016
    Wieder ein lächerlichs Theater mehr von links. Gibt es keine echte Probleme mehr in der Schweiz? Ich hatte bereits im ersten Schuljahr, Ende der Fünfzigerjahre, ein Luftgewehr und habe bis heute, ü60, noch nie jemanden mit einer Schusswaffe verletzt. Schiessen wird in der Schweiz als seriösen Sport betrieben. Übrigens auch olympisch.


  • werner  widmer aus russikon
    22.10.2016
    Gut gibt es diese Kurse. So kommen sie auf kontroliertem Weg zu Kenntnissen, wie man eine Waffe benutzt und was diese verursachen kann. Die "heimlichen" Kurse sind eher das übel.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    21.10.2016
    Der selbe Stadtrat hat aber offensichtlich keine Probleme damit, dass sich die Stadtjugend bei der RS mit Drogen zudröhnt und als Autonome Steine und Flaschen werfen. Linksgrün löst wieder einmal Probleme, die nie welche waren. Und an die wirklichen Aufgaben, da trauen sich diese Helden nie!!!