Datenlieferung: Banken müssen ihre Mitarbeiter informieren

  • Publiziert: 06.09.2012
play Hanspeter Thür: Hat sich bei den Banken Gehör verschafft. (Keystone)

Keine Mitarbeiterdaten-Lieferung an US-Behörden ohne vorherige Information der Betroffenen: Der Bund erlässt strenge Auflagen für die Banken.

Dass Schweizer Banken Mitarbeiterdaten an die US-Behörden geliefert haben, wurde hierzulande wiederholt stark kritisiert. Erst kürzlich hat der Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür damit gedroht, beim Bundesverwaltungsgericht vorsorgliche Massnahmen zu beantragen.

Wie er heute mitteilt, hat er sich mit den Banken jetzt anderweitig geeinigt: «Die Banken müssen vor jeder Datenlieferung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter detailliert informieren», schreibt Thür.

Und: Die Banken müssen den Mitarbeitern «eine angemessene Frist zur Einsicht in die sie betreffenden Dokumente» gewähren. Den Betroffenen bleibe somit die Möglichkeit, ihre Rechte wahrzunehmen.

Thür hält ausserdem fest, die Banken trügen weiterhin die volle Verantwortung für jede Übermittlung von Mitarbeiterdaten an die US-Behörden.

Gestellt hat der Datenschützer seine Foderungen vor zwei Tagen. Heute nun kam das OK von den Banken – womit sich diese vorerst weitere juristische Schwierigkeiten ersparten: Er beantrage «bis auf Weiteres keine vorsorglichen Massnahmen beim Bundesverwaltungsgericht», schreibt Thür. (per)

Beliebteste Kommentare

  • alexa  sommer , frauenfeld
    Wenn es um Geld geht, gehen die Behörden und Bund, über Leichen !!!
    • 06.09.2012
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  • Wolfram  Baur , Winterthur
    Richtig, Herr Thür. Leider kommt Ihre Weisung etwas spät und nützt nichts mehr!
    Der Kollateralschaden bei den betroffenen Bankangestellten und in der Branche ist bereits angerichtet.
    • 06.09.2012
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Alle Kommentare (6)

  • Roger  Garnier , Buchs ZH
    Eine weitere Schweinerei!!!! Liefert doch die Manager der Banken an die USA aus! Nein man opfert wieder die die am wenigsten dafür können und nur auf geheiss Ihrer Manger gehandelt haben.

    Arme Schweiz wenn wir uns schon so tief vor anderen Nationen bücken müssen!
    • 07.09.2012
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  • Hans >Peter  Läuchli , Vellerat
    Hier machte sich der Bock zum Gärtner. Ohne Einwilligung des watteharten Bundesrat mit seinem Schaumgummirückgrat wäre die Auslieferung der Daten nicht erfolgt.
    Der Herr Thür rennt auch hintendrein wie die alte fasnacht. Aber wenn es berechtigte Dinge aufzudecken und publik zu machen gilt verschanzt er sich mit dreifacher Schallgeschwindigkeit hinter dem Datenschutz.
    Klar er ist noch jung und möchte sein gutbezahltes Wohlfühlpöstli bis zum Lebensende behalten.
    • 07.09.2012
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  • Camille  LaFontaine , Bern
    Bei der Credit Suisse geht es so zu: Vom Mitarbeiter wird maximales Neugeld und Produkteverkauf verlangt. Der Mitarbeiter muss einen Zettel unterschreiben, indem er sämtliche Risiken bei der Sammlung von Neugeld oder Produkteverkauf auf sich nimmt, auch wenn das Geld schlussendlich unversteuert ist. Was sich das middle management erlaubt, ist schlicht skandalös. Schritte wie diese hier kommen recht. Sind aber nur der Anfang einer Aufdeckung von horrendem Missmanagement.
    • 07.09.2012
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  • Wolfram  Baur , Winterthur
    Richtig, Herr Thür. Leider kommt Ihre Weisung etwas spät und nützt nichts mehr!
    Der Kollateralschaden bei den betroffenen Bankangestellten und in der Branche ist bereits angerichtet.
    • 06.09.2012
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  • alexa  sommer , frauenfeld
    Wenn es um Geld geht, gehen die Behörden und Bund, über Leichen !!!
    • 06.09.2012
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    • Daniel  Gasser , Chavannes-près-Renens
      Alexa, ich sehe es ein wenig differenzierter. Unsere Bank-Mafia im Top-Management zwingt unsere Landesregierung in äusserst delikate Situationen. Die Macht des Geldes wird gegen unseren eigenen Rechtsstaat und unsere Regierung mit Power-Play und versteckter Erpressung vollumfänglich ausgepockert ! Ich hoffe dass alle verantwortlichen Top-Managers der Banken einige Jahre "Ferien" machen müssen in den USA... zum nachdenken !
      • 06.09.2012
      • als Kommentar auf alexa  sommer , frauenfeld
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