Bakom-Radioexpertin Nancy Wayland Bigler (46) über neue DAB-Sender UKW ist bald Geschichte

Die Tage des analogen UKW-Netzes sind gezählt. Spätestens in sieben Jahren ist Sendeschluss für die letzte analoge Technologie in der Telekommunikation.

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Eine Hörerin hantiert an einem Digitalradio Keystone

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Die analoge Verbreitung von Radio-Sendern wird zunehmend von der digitalen Technik DAB+ verdrängt. Seit gestern sind eine Handvoll neuer Sender aufgeschaltet. Ausserdem erhalten einige Programme ein grösseres Einzugsgebiet. Der Netzbetreiber Swiss Media Cast hat dazu sein Rundfunknetz weiter ausgebaut.   

Die Tage des analogen UKW-Netzes sind darum gezählt. In der Branche steht fest, dass spätestens im Jahr 2020 Sendeschluss ist. Schon heute sind sämt­liche Neugeräte DAB-tauglich. «Bis Ende 2019 wird UKW sicher noch in Betrieb sein», sagt Nancy Wayland Bigler, Verantwortliche beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Der Bundesrat werde bis spätestens 2017 entscheiden, was danach passiere.

Eine Doppelversorgung mit UKW und DAB sei «sehr kostspielig», betont Wayland Bigler. Für neue Sender werden darum keine UKW-Frequenzen mehr vergeben. «UKW ist die letzte analoge Technologie in der Telekommunikation und in den elektronischen Medien.»

DAB ist deutlich effizienter und günstiger als UKW. Um das analoge Signal im grössten Teil der Deutschschweiz zu verbreiten, braucht es laut Swiss Media Cast 200 bis 300 UKW-Sendemasten. Für DAB reichen 38.

Obwohl inzwischen fast die ganze Schweiz mit DAB abgedeckt ist, hören erst 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung digitales Radio. Doch im internationalen Vergleich ist das sehr viel: «Die Schweiz zählt neben Grossbritannien, Norwegen und Dänemark weltweit zu den führenden DAB-Nationen», betont Wayland Bigler.

Publiziert am 02.12.2013 | Aktualisiert am 02.12.2013
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  • Xaver  Perte 02.12.2013
    Sämtliche Neugeräte DAB-tauglich??? Wo geht diese Expertin einkaufen? Ich habs recherchiert, bei einem der grössten Onlinehändler für Unterhaltungselektronik sind knapp ein Drittel der Geräte mit DAB. Beim Fachmarkt, wo die hingehen welche nicht blöd seien, hatten höchstens 20 Prozent DAB, ausserdem sind die DAB-Geräte viel teurer! Materialmässig ist das nicht gerechtfertigt, das Bisschen Elektronik kostet nur ein paar Franken mehr.
  • Peter  Wattenhofer 02.12.2013
    Die Technik ist billiger, als UKW. Die 38 Sender betr. nur die SwissmediaCast und senden nur in begrenztem Gebiet. Überhaupt bietet die SMC erstmals private Sender fast in der ganzen Schweiz zu empfangen. Die Bedienung von DAB ist grundsätzlich einfacher als UKW, da immer das Programm angezeigt wird. Separate Speichertasten haben die meisten Geräte. Im Jahre 2014-2016 werden von der SRG ca. 200 Tunnels mit DAB ausgerüstet. Also viel vor dem Jahre 2019.
  • Fredy  Meier 02.12.2013
    Die entscheidende Frage ist doch, WER braucht das überhaupt?
    Viel Konzessions-Geld geht den Bach runter für teure nervigeTV-Spots und Zeitungswerbung. Wer bezahlts? Die Leute wie du und ich, die gerne auf DAB verzichten können. Fragt sich, wer macht Kasse damit?
    • Jean-Pierre  Wüthrich , via Facebook 03.12.2013
      Zu ihrem Kommentar möchte ich gerne meine Meinung schreiben:
      UKW-Frequenzen sind ausgeschöft - Auf UKW hat es kein Platz mehr für neue Sender und der Bundesrat gibt keine neuen UKW-Frequenzen mehr frei. DAB+ ist viel kostengünstiger. Dazu gibt es Spartensender Swiss Pop, Swiss Jazz, Swiss Klassic, SRF Musikwelle, SRF Virus, SRF 4 News, etc. dir eben über DAB+ gesendet werden, also über die Luft. DAB+ im Auto mit DAB+-Autoradio ist ein Hörgenuss allemal, ohne rauschen, kein Senderwechsel,
  • Patrick  Müller aus steffisburg
    02.12.2013
    DAB wäre sehr gut von der Qualität, leider funktioniert dies nicht so wie versprochen im Auto. Auf der Autobahn Bern Fribourg ist es eine einzige Katastrofe oder auch Bern Murten. Dafür im Wallis zwischen Brig und Martigny sehr gut dann wieder zum davon Laufen.
    Es braucht noch Sehr viel aufwand bis es perfekt läuft.
  • Stephan  Huber aus Siggenthal
    02.12.2013
    Das Problem sind die Autoradios. Die haben noch immer nur UKW und wenn ein Hersteller ein DAB-Radio anbietet werden wuchermässige 700.- CHF Aufpreis verlangt Ford. Hier sollte zuerst mal angesetzt werden.