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Auns-Präsident Pirmin Schwander sei mit seiner Opposition gegen die Steuerabkommen auf dem Holzweg, sagt SVP-Chef Brunner. (Keystone)
Das Sammeln der Unterschriften wird für die Auns zur Zitterpartie. Doch die SVP steht weiter abseits. Nimmt sie ein Scheitern bewusst in Kauf?
Einen Monat, genauer 32 Tage, hat die Auns noch Zeit, um die 50'000 notwendigen Unterschriften für ihr Referendum zu sammeln. Damit will die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) die drei Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich bodigen.
Aber es wird knapp. In den ersten 68 Tagen brachte die rechtsbürgerliche Organisation erst gut die Hälfte der Unterzeichner zusammen.
Ein Grund ist das Abseitsstehen der SVP. Die Partei lehnte die Verträge im Parlament zwar ab, das Referendum aber will sie auch nicht.
SonntagsBlick weiss: Aus Furcht vor einem Scheitern bekniete die Auns die SVP-Führung, den Referendumsbogen an alle Parteimitglieder zu versenden. Ohne Erfolg. Im Abstimmungskampf stehe man auf verlorenem Posten, liessen die Parteichefs um Präsident Toni Brunner wissen.
Auns-Vorstandsmitglied und SVP-Nationalrat Lukas Reimann (SG) hat für diese Taktik kein Verständnis. Man nehme ein Scheitern der Auns offenbar in Kauf. «Wenn die SVP nicht hilft, könnte das Referendum platzen. Das würde die Mehrheit unserer Basis jedoch nicht verstehen. Sie ist gegen diese Verträge und fordert eine Abstimmung», so Reimann.
Bei der Auns geht es nun um alles oder nichts. Nach dem Debakel mit der Initiative «Staatsverträge vors Volk» im Juni, die mit 75,3 Prozent Nein-Stimmen bachab ging, käme ein Scheitern der Unterschriftensammlung einem K.-o.-Schlag gleich.
Auns-Präsident Pirmin Schwander will denn auch auf keinen Fall aufgeben. In den kommenden Tagen entscheidet er, ob ein Last-Minute-Versand an die Bevölkerung nötig wird. Kostenpunkt: 300'000 bis 500'000 Franken. Schwander: «Im äussersten Fall bin ich dazu bereit. Dieses Geld würde uns dann aber im Abstimmungskampf fehlen.»
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