Keine Hilfe im Referendum gegen Steuerabkommen Auns bettelt – SVP bleibt hart

  • Publiziert: 26.08.2012
  • Von Marcel Odermatt
play Auns-Präsident Pirmin Schwander sei mit seiner Opposition gegen die Steuerabkommen auf dem Holzweg, sagt SVP-Chef Brunner. (Keystone)

Das Sammeln der Unterschriften wird für die Auns zur Zitterpartie. Doch die SVP steht weiter abseits. Nimmt sie ein Scheitern bewusst in Kauf?

Einen Monat, genauer 32 Tage, hat die Auns noch Zeit, um die 50'000 notwendigen Unterschriften für ihr Referendum zu sammeln. Damit will die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) die drei Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich bodigen.

Aber es wird knapp. In den ersten 68 Tagen brachte die rechtsbürgerliche Organisation erst gut die Hälfte der Unterzeichner zusammen.

Ein Grund ist das Abseitsstehen der SVP. Die Partei lehnte die Verträge im Parlament zwar ab, das Referendum aber will sie auch nicht.

SonntagsBlick weiss: Aus Furcht vor einem Scheitern bekniete die Auns die SVP-Führung, den Referendumsbogen an alle Parteimitglieder zu versenden. Ohne Erfolg. Im Abstimmungskampf stehe man auf verlorenem Posten, liessen die Parteichefs um Präsident Toni Brunner wissen.   

Kein Verständnis für SVP-Vorgehen

Auns-Vorstandsmitglied und SVP-Nationalrat Lukas Reimann (SG) hat für diese Taktik kein Verständnis. Man nehme ein Scheitern der Auns offenbar in Kauf. «Wenn die SVP nicht hilft, könnte das Referendum platzen. Das würde die Mehrheit unserer Basis jedoch nicht verstehen. Sie ist gegen diese Verträge und fordert eine Abstimmung», so Reimann.   

Für die Auns gehts um viel

Bei der Auns geht es nun um alles oder nichts. Nach dem Debakel mit der Initiative «Staatsverträge vors Volk» im Juni, die mit 75,3 Prozent Nein-Stimmen bachab ging, käme ein Scheitern der Unterschriftensammlung einem K.-o.-Schlag gleich.

Auns-Präsident Pirmin Schwander will denn auch auf keinen Fall aufgeben. In den kommenden Tagen entscheidet er, ob ein Last-Minute-Versand an die Bevölkerung nötig wird. Kostenpunkt: 300'000 bis 500'000 Franken. Schwander: «Im äussersten Fall bin ich dazu bereit. Dieses Geld würde uns dann aber im Abstimmungskampf fehlen.»   

Beliebteste Kommentare

  • Mischi Peter  Schaefer , via Facebook
    Nun wirds mal langsam Zeit, anzuerkennen, dass die AunS nichts
    anderes als Recht hat.
    Ich als - leider- EU-Bürger weiss nur zu gut, dass ein phrasenhaftes automatisiertes EU-Anbeten nichts und niemandem etwas positives bringen wird.
    Lösen Sie sich von der Vorstellung, die EU wäre in irgendeiner Hinsicht gut für CH.
    Ob man s akzeptieren mag oder nicht:
    In Europas Landen hat sie nur Nachteile gebracht.

    Mischi Schaefer
  • Amadio  Clutè , Melide
    Auns bettelt oder bittet? Jedes Wort ist für Euch Journalisten gut um rechte Parteien zu verunglimpfen!

Alle Kommentare (5)

  • Alain  Mohler
    Gemäss den Linken gehört die AUNS und die SVP zusammen, jetz sag bloss die Lieben und Netten lügen uns an?
    • 27.08.2012
    • 26
    • 9
  • Paul  Giger , via Facebook
    Zum Glück ist unser Denken von der AUNS noch nicht verboten worden und unsere Stimmbürger-innen wissen was auf uns zukommen würde, hätter die AUNS das Sagen. Wir brauchen keine Belehrung und es wäre an der Zeit, wenn auch diese Gruppierung den richtigen Weg finden würde. Extremismus ist immer unerwünscht und solltze vermieden werden.
  • jürg  frey , teufen
    Es ist wie es ist. Es gibt hier keine Kommentare und meiner wäre auch nicht hier, wenn ich nicht auch der Meinung wäre, das interessiert eigentlich Niemanden. Es gibt dringere Probleme, wie das endlose Thema Asylwesen, Asylmissbrauch und Rücknahme-Abkommen Marokko .
  • Mischi Peter  Schaefer , via Facebook
    Nun wirds mal langsam Zeit, anzuerkennen, dass die AunS nichts
    anderes als Recht hat.
    Ich als - leider- EU-Bürger weiss nur zu gut, dass ein phrasenhaftes automatisiertes EU-Anbeten nichts und niemandem etwas positives bringen wird.
    Lösen Sie sich von der Vorstellung, die EU wäre in irgendeiner Hinsicht gut für CH.
    Ob man s akzeptieren mag oder nicht:
    In Europas Landen hat sie nur Nachteile gebracht.

    Mischi Schaefer
  • Amadio  Clutè , Melide
    Auns bettelt oder bittet? Jedes Wort ist für Euch Journalisten gut um rechte Parteien zu verunglimpfen!

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