Aufruf zur Fluchthilfe Junge SVP zeigt Juso-Chefin Tamara Funiciello an

Juso-Chefin Tamara Funiciello rief letzte Woche zur Fluchthilfe auf. Die Junge SVP des Kantons Bern sieht darin aber eine «Aufforderung zu Straftaten» – und reicht Strafanzeige ein.

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Die Flüchtlingssituation an der Schweizer Südgrenze nimmt seltsame Formen an. So wurde die Tessiner SP-Grossrätin Lisa Boria Mirra verhaftet, weil sie vier minderjährige Flüchtlinge in die Schweiz geschleust haben soll.

Junge SVP zeigt Juso-Chefin Tamara Funiciello wegen Fluchthilfe an play
Juso-Chefin Tamara Funiciello KEY

«Lisa Boria Mirra ist eine Heldin!», jubelt daraufhin Juso-Chefin Tamara Funiciello auf Twitter. Und gegenüber «20 Minuten» rief sie auf, es der Tessinerin gleich zu tun. «Natürlich würde ich mir wünschen, dass das nicht nötig wäre. Aber wenn elementare Rechte von Flüchtlingen an unseren Grenzen nicht garantiert werden, müssen wir uns wehren – auch ausserhalb des gesetzlichen Rahmens», so Funiciello. 

Funiciello soll zurücktreten

Doch während Funiciello von Fluchthilfe spricht, erkennt die Junge SVP des Kantons Bern darin einen «öffentlichen Aufruf von Juso-Präsidentin Tamara Funiciello, das unmenschliche Schlepperwesen aktiv zu unterstützen».

Junge SVP zeigt Juso-Chefin Tamara Funiciello wegen Fluchthilfe an play
Adrian Spahr, Nils Fiechter. ZVG

Deshalb ergreift die JSVP «rechtliche Schritte und zeigt Funiciello wegen Aufforderung zu Straftaten an», wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Denn der öffentliche Aufruf zum Gesetzesbruch sei ein Schlag ins Gesicht gegenüber allen rechtschaffenen Bürgern in der Schweiz.

Die Anzeige reichen die beiden Jungpolitiker Adrian Spahr und Nils Fiechter ein. Gleichzeitig fordern die beiden Funiciello auf, «ihr Amt als Präsidentin der Juso Schweiz niederzulegen». (rus)

Publiziert am 05.09.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016
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  • Kurt  Nussbaum aus Sipalay City
    05.09.2016
    Das sind Sie also jetzt, die Heldinnen, die einte ruft zu einer Straftat auf, die andere wird dabei erwischt und dann gibt es noch Leute, die das ganze bejubeln? Dazu kommt noch, das es sich um Politikerinnen handelt, vom den StimmbürgerInnen gewählt, das sollte einem zu Denken geben! Falls Sie dann nicht verurteilt werden sollten, laut STB aber zu verurteilen sind, bin ich aber dann sehr gespannt, auf den Wortlaut des Freispruchs! Auf jeden Fall, dank solchen PolitikerInnen, Gute Nacht Schweiz!
  • Harald  Beutler 05.09.2016
    Erschreckend, wie oberflächlich und schmarotzerhaft sich gewisse Politiker benehmen. Statt - wie es doch eben erst glaubwürdig wäre - sich vor Ort in die Krisengebiete zu begeben und den leidenden Menschen dort mit ihrem persönlichen Einsatz zu helfen, palavern sie permanent durch Andere (d.h. die Steuern bezahlenden Schweizer Bürger) zu leistende Pseudohilfe herbei und holen die Probleme in die Schweiz, so dass sie selbst sich ja soo gut fühlen können. Auf Kosten Anderer gut zu sein, ist leicht
  • Daniel  Fischer 05.09.2016
    Oje, links wie rechts nur unbeholfenes im Nachwuchs. Tamara Funiciello meints gut, aber ungeschickt. Adrian Spahr und Nils Fiechter zielen auf die Person wie die Grossen ihrer Partei, anstatt sich Schlaues zu überlegen, das die Schweiz als Ganzes vorwärts bringt (auch dies ganz wie die Grossen ihrer Partei).
  • Hans-Peter  Brechbühl 05.09.2016
    Ein ganz grosses Bravo an die Junge SVP. Auch junge
    Schweizerstaatsbürger können das leichtsinnige
    verhalten dieser Regierungsrätin nicht verstehen.
    Hoffentlich wird diese Schlepperin, Entführerin,
    etc. auch bestraft und des Amtes enthoben.
    • Artur  Nuttli , via Facebook 05.09.2016
      Sie verstehen es nicht, mit Ihrer Aussage tun sie es der Dame gleich. Bevor ein Rechtsspruch geschieht, gilt die Unschuldsvermutung, mit Ihrer Aussage (schleppen & entführen) betreiben Sie Schmähkritik im grauen Bereich. Wenn Sie den Jungen der SVP recht geben, werden sie mit Ihrer Aussage in Zukunft auch angezeigt. Meiner Meinung hat die Dame falsch reagiert, Punkt!
    • Hans-Peter  Brechbühl 05.09.2016
      Herr Nuttli ich glaube nicht dass ich etwas falsches
      geschrieben habe. Mit der Aufforderung zur Aufnahme
      von Flüchtlingen ist das Problem nicht gelöst nur ver-
      schoben. Diese Flüchtlingsprobleme können nur von
      den Verursacher gelöst werden und da braucht es
      Druck von denn Industriestaaten. Von der EU kann
      nicht viel Hilfe erwartet werden, im Gegenteil, die
      Probleme werden abgeschoben.
  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    05.09.2016
    Diese Frau hat den 0 Durchblick. Egal wo sie Geboren wurde, ob in Italien oder hier, Italiener sind unsere Nachbarn mit ähnlicher Einstellung wie unsere. Es ist das Wesen (Charakter) von dieser Juso "Chefin" Tamara Funiciello, die spielt insgesamt in der falschen Liga. Komisch auch wieder eine Frau mit falschen Vorstellungen, es gibt sicher bessere Kandidatinnen als solche Besserwisser die eher schaden als nutzen. Jetzt müsste ein fähiger Männlicher/Weiblicher Kollege die Nachfolge übernehmen.
    • Gian  Zender , via Facebook 05.09.2016
      Das "eher" beim schaden können Sie ruhig weglassen, dann stimmt Ihre Aussage zu Hundertprozent. Naja, ausser dass die Italiener vielleicht ein bisschen lebensfroher sind.
    • Eric  Pudles , via Facebook 05.09.2016
      @R.Metzger. "es gibt sicher bessere Kandidatinnen" . Ja schon möglich aber wieso kommen bei der SP immer die gleichen unmöglichen an die Spitze. Vielleicht fehlt es dieser Partei wirklich an gutem Material, dass in Zukunft mal vernünftige Politik macht.