«Arena» im Quotenloch Der verzweifelte Hilferuf von Moderator Projer

«Was soll ich damit anfangen?», fragt Moderator Jonas Projer auf Twitter. Niemand interessiert sich mehr für seine «Arena».

Wäre ein anderer Sendeplatz besser? «Arena»-Moderator Jonas Projer grübelt. play

Wäre ein anderer Sendeplatz besser? «Arena»-Moderator Jonas Projer grübelt.

SRF/Oscar Alessio

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«Quote der Abstimmungs-#srfarena zur Nahrungsmittel-Spekulations-Initiative: Enttäuschende 13.2% (140'000). Was soll ich damit anfangen?»

Dies fragt Moderator Jonas Projer die Twitter-Gemeinde. Und zettelt damit eine Diskussion über die traditionsreiche SRF-Sendung an.

«Wer nicht gerade Börsenspezialist ist, konnte der Diskussion kaum folgen», erklärt jemand, wieso bei der Debatte um die Juso-Initiative so viele wegzappten. Projer entgegnet, dass alle Abstimmungen zwingend in einer «Arena» diskutiert werden müssen – auch solche mit komplexerem Inhalt.

Was also kann er tun?

Fakt ist: die Quote der bald 23 Jahre alten Sendung ist anhaltend tief. Im Schnitt erreichte sie 2015 noch einen Marktanteil von 18 Prozent. Dies entspricht einer Reichweite von 165 000 Zuschauern. Ein Jahr zuvor waren es immerhin noch 19,6 Prozent (188 000 Zuschauer).

Früher war die «Arena» für politisch interessierte Personen ein Muss. 1993 bis 1999 lag der Marktanteil deutlich über 30 Prozent.

BLICK hat drei Tipps, damit die ehemalige Kult-Sendung wieder mehr Zuschauer anzieht.

1. Anderer Sendeplatz. Am Freitagabend um 22.20 Uhr sind viele Personen – vor allem die jüngere Generation – unterwegs. Und wer zu Hause vor dem TV sitzt, hat nach einer anstrengenden Arbeitswoche am Freitagabend mehr Lust auf Unterhaltung als harte Politik. Verständlicherweise. Deshalb sollte die «Arena» unter der Woche zur Prime-Time laufen.

2. Der Start der Sendung muss spannender werden. Wenn – wie am letzten Freitag – Bundesrat Johann Schneider-Ammann zu Beginn fünf Minuten spricht und dreimal das gleiche Argument wiederholt, schalten viele um. Um Spannung aufzubauen, sollten zuerst die Befürworter einer Initiative ihre Argumente darlegen dürfen.

3. Es braucht mehr hochstehenden Schlagabtausch. Seit bald einem Jahr kommt die «Arena» mit neuer Form und in einem neuen Studio daher. Der Relaunch hat sich gelohnt. Ein grosser Gewinn ist etwa die Abschaffung der zweite Reihe. Weniger Schlagabtausch, mehr Tiefgang – das ist die SRF-Devise. Doch: Für eine spannende Sendung braucht es beides. Spannende Politiker, die mit intelligenten Argumenten erbittert streiten.

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 19.01.2016
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109 Kommentare
  • Heinz  Huwyler 20.01.2016
    Also ich kann nur für mich sprechen, Herr Projer macht das meiner Meinung nach prima, aber ich mag einfach unsere Politiker und Politik nichtmehr sehen... vielleicht ändert sich das wenn man sie zwingt sich für die Sendung an einem Lügendetektor anzuschliessen, das fänd ich zumindest unterhaltsam wenn bei einigen dann in jedem zweiten Satz die Rote Lampe erleuchtet...
  • Beni  Mühlebach 20.01.2016
    Was kann er nur tun? Aufhören mit dem Schrott.
  • Hans  Gusen aus Zug
    20.01.2016
    Mir gefällt die Arena und Herr Projer macht seine Sache sehr gut. Mit einem Schmunzeln mache ich mir Gedanken, ob die vielen Nörgler hier auch tatsächlich die Arena schauen oder sich doch lieber dem Dschungelcamp widmen und einfach einmal etwas Negatives herausposaunen ...???
    • Karl  Zimmer aus Zürich
      20.01.2016
      Sie haben recht Herr Hans Gusen, ich seh sie seit längerem nicht mehr. Meinungen nur dann fuer 1-2 Minuen zuzulassen, dass es in die Sendung passt, ne dafuer ist mir die Zeit zu schade. Die Sendungen die ich gesehen habe reichen mir. Sorry
    • Schmid  Edi 20.01.2016
      Oh doch Herr Gusen. Ich habe Sie zu oft gesehen. Habe das Durcheinander-Geschwafel richtig satt. Wenn sich Jemand mal sachlich äussern möchte, wird Er schon unterbrochen. Und dann noch die "Schiedsrichter" Arena von Leutenegger hat mir gefallen.
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    20.01.2016
    die Sendung ist nicht wegen dem Moderator langweilig. Manche PolitikerInnen wirken halt wie Kindergärtler, rechthaberisch, besserwisserisch, so im Stil mir nöd - die andere au. Und der Mainstream der da lautet, Linke sind anständig und intelligent, für Rechte muss sich die Schweiz schämen - ist einfach zu simpel um diese Leute noch ernst zu nehmen.
  • Jürg  Krähenbühl 20.01.2016
    selber schuld! Auch in der Arena spührt man den Linksdrang der Medien. Die Gäste werden befragt aber wenn sie dann Antworten geben die dem Moderator nicht passen werden sie just unterbrochen. Und wozu hat es in der Arena noch Zuschauer? Diese konnten früher noch Ihre Meinung sagen, sind heute aber zum schweigen verdammt! Man sollte es in der Sendung wieder mehr einfach laufen lassen und eine Eigendynamik im Gespräch zulassen! Das würde es spannender machen! Moderator nur als Schiedsrichter !