Arbeitslose Eltern sahnen ab: Das Sozialamt zahlt sogar die Krippe

Über diese Zahlen werden sich viele, die jeden Tag arbeiten, wundern. Manchen Politikern dürfte es «gschmuch» werden.

Monatliche Beiträge für Sozialhilfeempfänger in Dietikon ZH play

Monatliche Beiträge für Sozialhilfeempfänger in Dietikon ZH

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?

Top 3

1 Sozis werben auf arabisch und albanisch um Asyl-Stimmen Sollten...
2 Vaterschafts-Urlaub löst das wahre Problem nicht Kinderkrippen lassen...
3 Glarner, Köppel, Estermann sorgen für Zoff, aber… Glarner, Köppel,...

Politik

teilen
teilen
312 shares
74 Kommentare
Fehler
Melden

Die Zahlen der obenstehenden Tabelle stammen aus Dietikon, der Zürcher Stadt mit dem höchsten Anteil an Sozialhilfebezügern (7,1 Prozent der 26'000 Einwohner). Publiziert hat sie die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ).

Wer die Tabelle liest, wird schnell feststellen, dass die Anreize, ins Berufsleben zurückzukehren, nicht sehr gross sind. Beispielsweise, weil man als Alleinstehender 2525 Franken pro Monat bekommt – steuerfrei.

Würden diese Leute arbeiten gehen, müssten sie mindestens 3400 Franken verdienen, um auf den gleichen Nettobeitrag zu kommen (wegen der Abzüge, Prämien und Spesen). Der Sozialhilfebezüger kann sein Einkommen zudem um maximal 300 Franken steigern, wenn er an einem Beschäftigungsprogramm teilnimmt (Integrationszulage).

Je mehr Kinder eine Familie hat, desto mehr lohnt es sich, von der Fürsorge zu leben. Eine sechsköpfige Familie bekommt pro Monat in Dietikon durchschnittlich 6011.60 Franken.

Unter dem Titel «Situationsbedingte Leistungen» werden unter anderem Baby-Artikel, Verhütungsmittel, private Klavierstunden und Zahnarztrechnungen bezahlt. Aber auch Beiträge an Krippen. Letztere kosteten die Stadt Dietikon bisher jährlich über eine Million Franken.

Doch damit ist nun Schluss. Die Behörden finden: Wer nicht arbeiten geht, soll künftig selber für seine Kinder sorgen.

58 Prozent der Sozialhilfebezüger in Dietikon stammen aus dem Ausland. Darunter auch einige kinderreiche Familien, beispielsweise aus Eritrea. 21 Prozent der Sozialfälle beziehen seit über vier Jahren Fürsorgegelder.

Der zuständige Stadtrat Roger Bachmann (SVP) erklärte der «NZZ»: «Statt eine Überbrückungslösung ist die Sozialhilfe zu einer Art Vollkaskoversicherung ausgebaut worden, in der sich manche Leute bequem einrichten.»  (uhg)

Publiziert am 29.09.2014 | Aktualisiert am 29.09.2014
teilen
teilen
312 shares
74 Kommentare
Fehler
Melden

74 Kommentare
  • Charly  Meyer aus Schwarzenburg
    30.09.2014
    Okay, dann überlegt mal, ob ihr alle so bombensicher garantieren könnt, dass ihr nicht plötzlich unverschuldet ohne Arbeit da steht. Denn dann wäred ihr nämlich von einem Tag zum anderen nicht arbeitslos, sondern Schmarotzer. Und wäred plötzlich auf der anderen Seite und würded hier zur Schnecke gemacht. Ich drück euch die Daumen!
    • john  meier 30.09.2014
      das problem ist nicht die arbeitende bevölkerung die arbeitslos werden könnte dann hat wahrscheinlich keiner was gegen unterstützung.aber anscheinend werden zuwanderer die nicht arbeiten wollen oder können gleichgestellt und das stösst den schweizern sauer auf.
  • André  Ammann 30.09.2014
    Der Sozial-Irrsinn der heute auf Kosten der arbeitenden Leute betrieben wird, wäre ohne die Sozialämter nicht möglich. Die schaffen sich die Arbeit selber. Es ist eine Schande wie die Leute die sich anstrengen ausgenuzt werden.
  • Peter  Friedli aus Zürich
    30.09.2014
    "Würden diese Leute arbeiten, müssten Sie mind. 3400 Fr verdienen...." Nein, das stimmt nicht. Sie müssten erheblich mehr verdienen. Die bezogenen Leistungen der Sozialhilfe sind nämlich zurückzubezahlen! Weiss das hier denn niemand?
  • marcel  klaus aus schmitten
    30.09.2014
    3648..- wehe du verdienst mehr, Die Ämter nehmen dir alles weg, insofern du diesen Betrag nicht überschritten hast und alles in Bewegung setzt, zu kooperieren. Folglich: Verdiene ich über 3648.- erhalte ich höchstens ein ; aber . schon bin ich wieder ein fauler Hund der jeden Tag zur Arbeit geht. 365 tage im Jahr und erhalte von der Sozi nicht das ^Mininum was mir zusteht., Ich kann alles vorlegen, ich bin kein Schmarotzer. Es ist alles so ungerecht. Ich habe KK- Vegüngstigung, wer hat das nich
  • Mane  Siegrist aus Zürich
    29.09.2014
    Dazu kommt, dass man die Arbeitslosengelder für Junge z.B. Lehrabgänger, Studienabgänger gestrichen hat. Wenn man also nach dem Abschluss nichts findet, gehts direkt zur Sozialhilfe. Wieso sollte also jemand dann überhaupt ins Berufsleben einsteigen? Da muss man schuften, früh aufstehen, kriegt einen Hungerlohn. Viel einfacher direkt bei der Sozialhilfe anmelden!