
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Zürcher Kantonalbank will mit René Kuhns Antifeministen nichts zu tun haben – und lehnte die Eröffnung eines Kontos ab. Auch andere Schweizer Banken haben , gemäss denen sie nicht mit extremen politischen Gruppierungen zusammenarbeiten (Blick.ch berichtete). Das ist ihr gutes Recht, denn sie haben die völlige Vertragsfreiheit.
Anders sieht es jedoch bei der PostFinance aus. Die Staatsfirma wollte Kunden mit dubiosen Geschäftspraktiken zwar loswerden. «Wir waren der Meinung, dass eine solche Klientel imageschädigend ist für uns», erklärt Mediensprecher Marc Andrey gegenüber Blick.ch.
Doch das Bundesgericht in Lausanne sagte in diesem Juli Nein: Weil die PostFinance einen Grundversorgungsauftrag habe, müsse sie allen Interessenten, Privat- und Geschäftskunden, ein Konto für den Zahlungsverkehr anbieten und bereits bestehende Konten weiterzuführen.
«Das ist Service public. Solange jemand nicht gegen das Gesetz verstösst, können wir nichts machen», bedauert Andrey. Deshalb sei auch eine extreme politische Gesinnung kein Kriterium für eine Kontoschliessung. Das nutzt die Neonazi-Partei PNOS aus und lässt sich Spenden brauner Gefährten auf ihr Postkonto einzahlen.
Mittlerweile hat auch die IG Antifeminismus bei der Post einen Antrag auf eine Kontoeröffnung gestellt, wie René Kuhns Mitstreiter Urs Bleiker gegenüber Blick.ch erklärt. «Wir brauchen unbedingt ein Konto, denn viele Leute wollen uns finanziell unterstützen. Ich kann ihnen ja nicht gut sagen, sie sollen uns ein Nötli in ein Couvert stecken.»
Gut für die Emanzenfeinde, dass sich die Post im Gegensatz zur ZKB nicht auf hehre Grundsätze wie «Chancengleichheit und gegenseitigen Respekt» berufen kann.
play
Grund zur Freude für René Kuhn und seine Mitstreiter. (Keystone)