Als Stapi von Rapperswil abgewählt Jetzt versucht Erich Zoller sein Glück in Quarten SG

RAPPERSWIL-JONA SG - Nach seiner vorhersehbaren Abwahl als Stadtpräsident in Rapperswil-Jona SG stellt sich Erich Zoller (CVP) nun als Gemeinderatskandidat in Quarten SG auf.

ErichZoller1.jpg play
Erich Zoller ist Parteileitungsmitglied CVP des Kanton St. Gallen und abgewählter Stadtpräsident von Rapperswil-Jona.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nicolas Voide zum Hauskrach in der CVP Wallis «Darbellay hat die Partei...
2 Unternehmenssteuerreform III Gemeinden drohen mit Initiativen
3 Mit mehr Kompetenzen gegen den Personalmangel Berufsverband will mit...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

In Rapperswil-Jona SG wollte es nicht mehr klappen, also versucht es Erich Zoller (CVP, 58) nun ein Städtchen weiter. Seit Montag ist definitiv bekannt, dass der Wahlverlierer des Stadtpräsidentenamtes für den Gemeinderat in Quarten SG im Rennen ist.

Der CVP-Politiker kam durch die Kritik von Verleger Bruno Hug zu zweifelhaftem Ruhm. Dieser hatte den CVP-Politiker und die Kesb in den «Obersee Nachrichten» massiv angegriffen. Das Resultat: Zoller schnitt im ersten Wahlgang so schlecht ab, dass ihn danach seine eigenen Partei fallen liess und einen neuen Kandidaten ins Rennen schickte.

Der erste Stapi mit Abwahlversicherung

Die Abwahl kam somit nicht überraschend. Deshalb hatte die Stadt im Vorfeld eine Abwahlversicherung für den dreifachen Vater eingerichtet (BLICK berichtete). Nun wird Zoller also noch ein Jahr 225'000 Franken verdienen, falls er keine Anstellung findet. 

Ein Komitee aus CVP und FDP habe ihn für den zweiten Wahlgang am 27. November angefragt. Er sei aber nicht der einzige, der mit dem Posten im Gemeinderat liebäugle: «Das ist für mich ja nichts Neues, ich habe überall viele Gegenkandidaten», sagt Zoller zum «St.Galler Tagblatt». 

Erich Zoller wünscht sich für Rapperswil-Jona vor allem «Ruhe»: Für ihn sei dessen Politik nun kein Thema mehr. «Ich halte es mit der alten Regel, dass sich ehemalige Behördenmitlgieder nicht einmischen sollten», sagt der CVP-Politiker.

Er hat es «nicht so schlecht» gemacht

Mit der Region von Quarten SG sei er emotional verbunden. Schliesslich war Erich Zoller von 2003 bis 2011 Gemeindepräsident von Sargans, 1997 bis 2003 stand er der Gemeinde Weesen vor.

Das überparteiliche Komitee von CVP und FDP sei schon seit längerer Zeit in Kontakt mit ihm. «Wir waren es, die auf Zoller losgegangen sind», sagt Adrian Kocherhans, der Präsident der CVP Quarten. Zoller habe seine Sache in Rapperswil-Jona «nicht so schlecht» gemacht. (kra)

Publiziert am 08.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
teilen
teilen
1 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Thomas  Hager aus Luzern
    09.11.2016
    Da kann man den Föderalismus in der Schweiz auch gleich abschaffen. Mit Patriotismus hat es jedenfalls nichts zu tun wenn ein Gemindebediensteter wie ein Fussballer so einfach die Mannschaft wechslen kann. Solchen Leuten kann man nicht trauen da sie keinen Heimatbezug zur Gemeinde haben, es ist nur ein Job der ohne wirkliches Herzblut erledigt wird. Er ist ausstauschbar wie eben ein Fussballprofi und aber zusätzlich noch mit einem goldenen Fallschirm ausgerüstet.
  • Lusti  Franz 09.11.2016
    Herr Zoller kandidiert für das Gemeindepräsidium in Quarten. Abgesehen davon, wenn jemand in der Privatwirtschaft seine Stelle verliert, dann sucht er sich auch eine neue. Und das meist in der selben oder ähnlichen Funktion wie vorher. An den früheren Orten hat er seine Sache gut gemacht, Rapperswil-Jona war eine Schuhnummer zu gross, plus er hat sich mit dem kleinen Stadt-König angelegt. Es spricht für ihn wenn er gleich etwas neues sucht und nicht arbeitslos werden will!
  • Urs  Saladin , via Facebook 08.11.2016
    Gemeindepräsident von Sargans, dann von Weesen, dann Stadtpräsident von Rappi, demnächst vielleicht Quarten, ausnahmsweise mal als Gemeinderat. Ein echter Wanderarbeiter! Dachte, das gebe es nur bei Handwerkern und nicht bei Politikern. Aber auch kein überzeugendes Zeugnis seiner Arbeit, wenn er sich nirgends halten konnte.
    • Hanspeter  Rieder , via Facebook 08.11.2016
      heute muss man halt flexibel sein und eine neue Herausforderung annehmen können !!! sooo tönt es auf der Pers. Abteilung wenn sie entlassen werden.
    • Pascal  Meister , via Facebook 08.11.2016
      Ist immerhin alles im gleichen Kanton... Übrigens, in Deutschland ist es absolut üblich, dass sich Auswärtige als Bürgermeister zur Wahl stellen, die ausbildungsmässig sehr geeignet sind - nicht dass wir das kopieren sollten, aber offensichtlich gibt es verschiedene Wege...
    • Walter  Kalberer aus Wangs
      08.11.2016
      Herr Saladin zuerst war Herr Zoller in Weesen Gemeindpräsident, danach in Sargans. Anschliessend wurde er von Rapperswil-Jona Stadtpräsident. Es ist halt bei den CVP Politiker so, dass sie ihre Meinung ändern wie andere Leute die Hemden oder die Kleider.