Albisgüetli-Tagung Leuthard kommt nicht zu Blocher

Die Bundespräsidentin 2017 hat die Einladung der SVP zu ihrer Albisgüetli-Tagung ausgeschlagen. Die Volkspartei rätselt jetzt, warum.

Trotz SVP-Einladung: Doris Leuthard geht nicht an Albisgüetli-Tagung play
Kann aus «terminlichen Gründen» nicht an der SVP-Albisgüetli-Tagung teilnehmen: Doris Leuthard. EQ Images

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Für viele SVPler ist es das politische Highlight im Jahr. Im Nu sind jeweils die Tickets für die Albisgüetli-Tagung verkauft. Am 20. Januar 2017 steigt die 29igste Ausgabe des Events in Zürich. Die Zürcher SVP lädt dabei traditionellerweise jeweils den aktuellen Bundespräsidenten ein, der nach einer langen Rede von SVP-Übervater Christoph Blocher (76) seine Gedanken zum besten geben darf.

Für die Ausgabe 2017 muss die Zürcher SVP jetzt aber einen Ersatz suchen. Grund: Die Bundespräsidentin im kommenden Jahr, Doris Leuthard (53), hat der Volkspartei einen Korb gegeben. Aus Termingründen, wie es aus ihrem Departement heisst. Ihre Agenda sei «ausserordentlich gedrängt».

Misstrauen bei der SVP

Nur: Bei der SVP glaubt man ihr das nicht ganz. Immerhin liess die CVP-Magistratin die Partei bereits 2010, als sie ebenfalls die Landesregierung leitete, auflaufen und kam nicht in die Limmatstadt. Parteikader rätseln, was den Ausschlag gegeben haben könnte. Ein Streitpunkt ist Energiepolitik: Die SVP sammelt im Moment Unterschriften gegen ihr Prestigeprojekt – die Energiestrategie 2050.

In der Vergangenheit war tatsächlich meistens ein Zoff verantwortlich, weshalb ein Bundespräsident nicht im Albisgüetli erschien. 2012 wollte die SVP ihre Hassfigur Eveline Widmer-Schlumpf (60) nicht im Albisgüetli. Und 2003 sagte Pascal Couchepin (74) ab, der im Dauerstreit mit Blocher war.

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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  • Thomas  Hager aus Luzern
    07.11.2016
    Ladet doch Göla ein der singt euch ein Liedchen in der Zeit die für Leuthard reserviert war. Da könnt ihr sogar mitgrölen was bei der Rede von Leuthard sicher nicht der Fall wäre.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    07.11.2016
    Also ich kann das verstehen, wenn man sich dann stundenlang die Selbstbeweihräucherung der SVP anhören muss, da hat sie sicher besseres zu tun!!
  • Werner  Klee aus Kindhausen
    07.11.2016
    Es gibt ja nicht gerade viele Gelegenheiten zum Dialog mit der SVP.
    Die Einladung zum Albisgüetli-Treffen aber ist eine solche Gelegenheit.
    Frau BR Leuthard hat diese Gelegenheit verpasst - schade ...
  • rolf  sulzer 07.11.2016
    das ist unglaublich und weltfremd, dass die Dame schon wieder halb-amtlich das Bundesratspräsidium übernimmt. Diese Handhabung oder besser Tradition zeigt eindeutig, wie unwichtig dieses Amt ist und sogar mit einem Doppeljob ausgeübt werden kann. Auch hier wäre es endlich nötig, aufgrund der sich täglich verändernden Zukunft, Anpassungen vorzunehmen.
  • Christoph  Immoos aus Basel
    07.11.2016
    Es war bisher eine schöne Tradition, sozusagen ein Zeichen menschlicher Reife, auch mal beim politischen Gegner reinzuschauen. Als deutliches Signal, dass man Andersdenkende Ernst nimmt und respektiert, auch wenn man selbst eine andere Meinung vertritt.
    Frau Leuthard fehlen diese Fähigkeiten. Sie betrachtet die SVPler als unwürdige Gegner. Das zeugt von einer undemokratischen Gesinnung.
    • Hans  Meyerhofer 07.11.2016
      Vielleicht müsste die SVP selbst erst lernen, demokratische Reife zu zeigen? Wenn man liest, wie die SVPler in den Foren täglich aufs Übelste über die Bundesrätinnen herziehen, erstaunt es einen nicht im Mindesten, dass Leuthard "kä Luscht" hat. Lernt erst selber Anstand, bevor ihr ihn von anderen verlangt.