Albert Rösti will auf Toni Brunner folgen «Über Weihnachten habe ich mich vorbereitet»

Der Nachfolger Toni Brunners steht bereit: Die Partei setzt auf einen Berner.

Traut sich das Amt als neuer SVP-Parteipräsident zu: Der Berner Albert Rösti. play

Traut sich das Amt als neuer SVP-Parteipräsident zu: Der Berner Albert Rösti.

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Albert Rösti (48) soll auf Toni Brunner folgen. Der hat seinen designierten Nachfolger rechtzeitig aufgefordert, sich bereit zu machen. «Toni Brunner informierte mich kurz vor den Festtagen», sagt Rösti. So habe er Zeit gehabt, sich Gedanken zu machen und mit der Familie zu sprechen. Er trete nicht leichtfertig an, sagt Rösti. Ihm sei bewusst, dass Belastung und politische Auseinandersetzungen intensiv würden.

Unvorbereitet ist Rösti nicht: «Meine Zeit als Wahlkampfleiter hat mich darin bestärkt, dass ich in Zukunft gerne eine prägende Rolle in der Partei wahrnehmen würde.» Inhaltlich trete er für die gleichen Ziele ein wie Brunner: Sicherheit, Unabhängigkeit von der EU, einen schlanken Staat. «Da weiche ich kein Jota von der Parteilinie ab.»

Rösti wünscht sich zudem Kontinuität in der Parteispitze und würde Christoph Blocher (75) und Walter Frey (72) gerne in der Parteileitung behalten. «Ich will nicht alleine dastehen, die Aufgaben müssen auf mehrere Schultern verteilt werden.» Das betreffe insbesondere die Vizepräsidenten. Doch Blocher hat seinen Rücktritt bereits beschlossen.

Als grösste Herausforderung erachtet der Uetendorfer Rösti den Strukturwandel der Partei. «Wir müssen uns unserer Grösse entsprechend aufstellen.» Das gelte für die Kantone und bis in die Dörfer hinein. «So wollen wir auch in der Westschweiz weiter zulegen.» Als Berner wolle er ein Brückenbauer zur Romandie sein. «Ich denke, die Zeit passt zu mir.» Er möge als weniger angriffig als seine Vorgänger gelten, aber das würde sich noch weisen «Die SVP ist heute so gross, dass wir auch mit leiseren Tönen gehört werden.»

Aufgewachsen ist Rösti als Bauernsohn in Kandersteg BE. Grosse Freude an seiner Kandidatur hat denn auch alt Bundesrat Adolf Ogi (73). «Ich bin stolz und glücklich, wenn mit Rösti ein Kandersteger Parteipräsident wird.» Rösti sei gebildet, angenehm im Umgang, wolle dem Land dienen und habe das Herz auf dem rechten Fleck. Ogi kann sich später auch einen Bundesrat Rösti vorstellen: «Er könnte den gleichen Weg gehen wie ich damals.»

Und Fraktionschef Adrian Amstuz meint: «Ich hoffe sehr, dass er im April gewählt wird. Er würde die Partei verlässlich auf gleichen Kurs und ohne Schwankungen weiterführen. Das erwartet die Parteibasis."

Publiziert am 10.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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Hausbesuch bei Albert Rösti Das beste Pferd im SVP-Stall

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6 Kommentare
  • greg  Dusky 11.01.2016
    zum Glück gabs arbeitsfreie Tage über Weihnachten - sonst hätte die Rösti noch Nachtschichten einlegen müssen - wie gut ist es doch dass er so arbeitsam geschildert wird.
  • Peter  Glaus 11.01.2016
    Albert Rösti ist ein Mann der sich sehr durch Lobbyismus manipulieren lässt! Freie Entscheide und richtiges Nachdenken findet selten statt. Arrgumente der Gegegner Partei intern und extern... Einen solchen Präsidenten kann leider niemand gebrauchen! Liebe SVP bitte stellt einen anständigen Präsidenten für unsere Partei!!
    • Fritz  Frigorr 11.01.2016
      Dann passt er doch bestens in dieses Amt, denn unabhängig war und ist doch bei der SVP Keiner.
  • Wilhelm  Hess 11.01.2016
    Wie viel Bern verträgt die SVP ???
  • Oliver  Hardy 10.01.2016
    Ich finde Albert Rösti wäre ein würdiger Nachfolger für Toni Brunner. Er ist sehr kompetent und kommt mir sympathisch rüber.Die Zusammenarbeit mit Albert Rösti wird von den Parlamentariern geschätzt. Er vertritt seine Meinung klar, doch er sucht letztendlich den Konsens sowohl innerhalb der Partei wie auch im Parlament.
    • Marco  Weber 11.01.2016
      Er vertritt "seine" Meinung??? Das wäre ja mal was ganz neues!