Affäre Geri Müller Jetzt redet der PR-Stratege über die «jüdische Verschwörung»

Steckt hinter der Affäre Geri Müller mehr als eine enttäuschte Chat-Bekanntschaft? Die Geschichte um die Nackt-Selfies entwickelt sich zu einem Politkrimi.

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Die Affäre Geri Müller wird immer komplexer. Wie Blick.ch und der «Tages-Anzeiger» (TA) heute berichten, gibt es eine Verbindung in jüdische Kreise. Schon am Dienstag fiel auf, dass sich die Gymnasiallehrerin gegenüber den Medien äusserst professionell verhielt. Zum Beispiel mit einer sehr schnell, sehr gut formulierten Reaktion auf Geri Müllers Pressekonferenz.

Wer hat ihr geholfen? Hat ein Dritter die Fäden gezogen? Dem «Tages-Anzeiger» bestätigte die Bernerin, sie sei von «Leuten einer Organisation gedrängt worden, ihnen das Material auszuhändigen. Vor diesen Leuten hatte ich viel mehr Angst als vor Geri Müller».

Weiter schreibt der «TA»: «Sie habe das Material – es handelte sich um Screenshots von Chatprotokollen – der ‹Schweiz am Sonntag› nicht direkt ausgehändigt.» Und weiter: «Wie ‹TA›-Recherchen ergaben, stellte der Zürcher PR-Berater Sacha Wigdorovits den Kontakt zu den Medien her und bot die Protokolle zur Veröffentlichung an.»

Also eine «jüdische Verschwörung» gegen Hamas-Freund Geri Müller? Wigdorovits, der sich schon verschiedentlich für die jüdische Sache exponiert hat, sagte heute gegenüber der «NZZ» aber: «Die ‹TA›-Geschichte ist frei erfunden. Ich habe nie irgendwelchen Medien irgendwelche Protokolle angeboten.» Er habe rechtliche Schritte gegen die Zeitung eingeleitet.

Wie Blick.ch berichtete, verdächtigt Geri Müller den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, Josef Bollag, indirekt, in seine Affäre verwickelt zu sein. Er vermutet, Bollag habe möglicherweise als «Drittperson Daten zur Verfügung gestellt bekommen», die «an die Medien weitergeleitet» wurden. Der Name Bollag erscheint in der achtseitigen Strafanzeige, die Müller gegen seine Chat-Freundin eingereicht hat. Bollag hatte 2013 versucht, die Wahl von Müller als Stadtpräsident von Baden zu verhindern. (uhg)

Publiziert am 21.08.2014 | Aktualisiert am 21.08.2014
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In voller Länge: Das sagt Geri Müller zur Nackt-Selfie-Affäre

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