Abstimmungs-Barometer Für die Durchsetzungs-Initiative wirds doch noch eng

Zuerst sah es nach einem klaren Ja aus – nun steht die Durchsetzungs-Initiative der SVP auf Messers Schneide. Besser sieht es laut GFS-Umfrage für die zweite Gotthard-Röhre aus.

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Bereits im November führte das Institut GfS Bern eine erste Umfrage durch. 66 Prozent der Befragten sprachen sich damals für die Initiative der SVP aus – nur 31 Prozent waren dagegen.

In der Zwischenzeit haben die Gegner massiv aufgeholt. Der Ausgang ist völlig offen. Nur noch 51 Prozent der Befragten wollen ein Ja in die Urne legen – 42 Prozent ein Nein. Die FDP-Wähler dürften den Ausschlag geben; sie sind derzeit noch völlig gespalten. Von den SVP-Wählern wollen 89 Prozent kriminelle Ausländer ohne Einzelfallprüfung ausschaffen. Mehrheitlich im Nein ist die Basis von SP, Grüne und CVP.

Nach einer eindeutigen Sache sieht es hingegen am Gotthard aus. Eine Mehrheit von 64 Prozent der Befragten, die am 28. Februar abstimmen gehen wollen, ist für den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre. 29 Prozent lehnen die Vorlage ab. Der Ja-Vorsprung beträgt damit satte 34 Prozentpunkte.

Die Meinungsbildung sei eher fortgeschritten, so das GFS. SVP-, FDP- und CVP-Wähler sind dafür, linke Wähler dagegen. GFS-Chef und Politologe Claude Longchamp glaubt, dass die Ja-Mehrheit bis am 28. Februar Bestand hat: «Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, auch wenn das Gegenteil noch nicht ganz ausgeschlossen werden kann.»

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Ebenfalls offen ist laut GFS die Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» der CVP. Laut Longchamp sei es eine «potenziell mehrheitsfähige Initiative». Die Meinungsbildung sei eher ausgeprägt, lässt aber viel an Spielraum offen. Weil unter anderem das Argument der Gegner, es würde bei einem Ja zu hohen Steuerausfällen kommen, nicht zieht. Noch nicht.

Derzeit sind die Befürworter aber klar in Front: 67 Prozent wollen Ja stimmen, 21 Prozent Nein. Selbst die Unverheirateten sagen mehrheitlich Ja.

«Wahrscheinlich abgelehnt» wird hingegen die Spekulationsstopp-Initiative der Juso. 48 Prozent sind derzeit dafür, 39 Prozent dagegen. Das wird nicht reichen. Weil die Zustimmung zu Initiativen in der Regel im Laufe des Abstimmungskampfes kontinuierlich sinkt

Das GFS befragte von 11. Bis 15. Januar 1213 Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz. Die Fehlerquote beträgt +/- 2,9 Prozent. (nmz)

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 05.02.2016
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  • jürg  frey aus teufen
    23.01.2016
    Die Drohungen von BR und Richtern scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Ich würde ja gerne dagegen stimmen, das einzige Problem ist, die Politik und Richter würden sich wieder nicht an die Regeln halten, wie sie formuliert sind in ihrer Version. Nein, die Abstimmung muss gewonnen werden, andernfalls passiert wieder nichts.
  • Hans-Peter  Brechbühl 23.01.2016
    Es ist eine Schande was da vom Bundesrat und den
    linken für Unwahrheiten verbreitet werden. Bei der
    Durchsetzungs-Initiative geht es einzig und allein
    dass Peiniger, Mörder, Schläger und Serieneinbrecher
    nach der Verbüssung sofort Ausgeschafft werden
    können. Alles andere ist gelogen und übertrieben.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 23.01.2016
    Ich wahr ja viele Jahre für die SVP,aber diese Iniative ist zu krass,so könnte auch wieder die todesstrafe kommen,wenn es das Volk will ! Sicher Demokratie ist alles ! Aber wenn ein Volk durch Sardismus geführt wird und leute leiden müssen durch Unsere Justiz,dann bin Ich kein Schweizer mehr ! Justiz und die Regierung muss gerecht sein,und das sehe Ich in gefahr in der Zukunft ! Darum Gerichts Urteile müssen immer von neutralen Richter kommen,ohne druck vom Volk / Regierung !
    Gruass us Chur
  • marco  montana 22.01.2016
    Gut so. Hoffen wir, daß sich nicht nochmals die Bildungsunterschicht durchsetzt!
    • André  Ammann 23.01.2016
      Was für Ausbildungen haben Sie denn genossen dass Sie sich anmassen, Leute die Ihre Auffassung nicht teilen derart zu beleidigen?
      Dieser Bildungsunterschicht wie Sie sie nennen, sind viele Leute zuzuschreiben die in ihrem Leben viel und sehrviel erreicht haben, bitte denken_Sie mal darüber nach.
    • Rolf  Hobi 23.01.2016
      Gesunder Menschenverstand - JA - wird sich durchsetzen!

      Gut so, dass sich die, die nur selber und untereinander von sich überzeugt sind, zur Bildungsoberschicht zu gehören, "dumm" dastehen werden! Zur Bildungsschicht, die Sie meinen, zählen oft Individien, welche lediglich von anderen Individien unhinterfragt kopieren und wiedergeben. Diese Fähigkeit ist denn auch nichts Besonderes, das kann auch jeder Hund!
  • Othmar  Singer 22.01.2016
    Es spielt grundsätzlich keine Rolle,ob die DI angenommen wird oder nicht,da sie bei einer Annahme leider nicht umgesetzt würde.Da würde die Pianolehrerin konsequent auf stur schalten.Solange diese Dame im Bundesrat ist,werde ich keinen Urnengang mehr tätigen und mir Zeit und Schuhsohlen sparen.
    • Cyril  Burger aus Luzern
      22.01.2016
      Schuhsohlen... Mein Mitleid haben Sie, wenn Sie zu denen gehören, die noch am Sonntag bei der Gemeinde persönlich abstimmen gehen. Das macht man heute per Post. Sie sind wohl auch einer, der noch mit dem gelben Postbüchlein am Schalter Rechnungen einzahlt. Ist wohl gut, gehen Sie nicht abstimmen.
    •   Zugerli aus Zug
      23.01.2016
      @Cyrill Burger
      Täte ihnen vielleicht auch gut, ein Spaziergang am Sonntag ins Gemeindehaus. Vielleicht ergeben sich ja gute Gespräche. Auf jedenfall schädlich ist es nicht im gegenteil, soll der Gesundheit sehr zuträglich sein. Aber man kann das ganze auch vom Fitnesstudio aus machen mit dem iphone. Bei ihnen ist mächtig was schiefgelaufen....
    • jürg  frey aus teufen
      23.01.2016
      Tun Sie das bitte nicht, bitte! Ein Tritt ans Schienbein genannter Person ist schon mal ein Schritt nach vorne. Stellen Sie sich vor, 10tsd. Personen denken so, dann fehlen 10tsd, Ja Stimmen und die könnten entscheidend sein. So ist es. Deshalb bitte stimmen. Porto ist ja gratis, niemand muss mehr an die Urne.