Einfachere Einbürgerungen für die dritte Generation Die Schweizermacherin

BERN - Ada Marra ist selbst Doppelbürgerin und setzt sich für die Anliegen der Ausländer ein. Heute Morgen wurde ihre Initiative für die erleichterte Einbürgerung von 3.-Generation-Ausländern angenommen.

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Ada Marras Initiative für erleichterte Einbürgerungen wurde vom Nationalrat angenommen. LUKAS LEHMANN

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Für Ada Marra, Nationalrätin für den Kanton Waadt, ist klar: «Die Schweiz muss ihre Kinder anerkennen und aufhören, Menschen als ‹Ausländerinnen und Ausländer› zu bezeichnen, die keine sind.»

Ada Marra (SP, VD) play
Ada Marra (SP, VD) Keystone/Gaetan Bally

Diese Haltung polarisiert in der Schweiz enorm. Und trotzdem sieht es jetzt so aus, als hätte die 43-jährige Sozialdemokratin einen Durchbruch erzielt. Die schweizerisch-italienische Doppelbürgerin hat vor acht Jahren eine parlamentarische Initiative eingereicht, die die Einbürgerung von Menschen, die in der dritten Generation in der Schweiz leben, erleichtern soll. Eine Vorlage, welche die Einbürgerung von Ausländern der zweiten Generation erleichtern sollte, wurde noch 2004 mit 56,8 Prozent abgelehnt!

Eine einheitliche Regelung

Der Vorschlag war zwischen den beiden Räten hin und her geschickt worden. Heute Morgen hat der Nationalrat beschlossen, die höheren Hürden des Ständerats nur teilweise anzunehmen. Ada Marra ist zufrieden mit dem Entscheid, wie sie zu BLICK sagt.

Erstmal sei eine einheitliche Regelung der Einbürgerung in der ganzen Schweiz in Griffnähe. Sie sieht so aus: Die Aufenthaltsbewilligung der ersten Generation soll weiterhin nur glaubhaft dargelegt werden müssen.

Volksabstimmung in Sicht

Der Vorschlag, ein Höchstalter von 25 Jahren für die Gesuchsteller hinzuzufügen, wurde hingegen angenommen – vor allem weil man die Männer gerne noch im Militär hätte.

Akzeptiert der Ständerat nun die Änderungen des Nationalrats, ist die Initiative nach acht Jahren endlich angenommen. Das letzte Wort hat aber immer noch das Volk.

Publiziert am 13.09.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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33 Kommentare
  • Roman  Bachmair aus Naters
    15.09.2016
    Spätestens das Volk wird diesen Brunz dorthin versenken, woher er gekommen ist!

    Zudem ist eine Doppelbürgerschaft das Letzte, was die Schweiz jemals hätte zulassen dürfen. Entweder ist man Schweizer oder nicht. Aber dies ist nur eine halbpatzige Sache bzw. ist man ja so nur ein "Halbschuh-Schweizer".

    Und erleichtern muss man gar nichts mehr, es wird so schon genug eingebürgert. Aber wie schon gesagt: Abstehende Ohren und ein viereckiges Gesicht trügen nicht über die effektive Herkunft hinweg!
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    14.09.2016
    Da habe ich aber ein paar Daumen runter erhalten, aber mir egal. Wir Auslandschweizer tragen dazu bei, den Namen Schweiz hochzuhalten und unsere Kinder konnten sich nicht aussuchen wo sie geboren wurden und tragen vielfach dazu bei dass die Verstaendigung zwischen den verschiedenen Nationen besser wird. Es gibt heute ca. 750 000 Auslandschweizer, wobei die Haelfte Kinder sind. So und jetzt viele Daumen runter, mal ein bisschen weiter als die Nasenspitze denken.
  • Coni  Müller 14.09.2016
    Doppel-Staatsbürgschaften sind eine Diskriminierung der Schweizer, aber das ist ja egal. Wenn jemand aus Überzeugung Schweizer werden will ist es ja auch kein Problem die andere Staatsbürgerschaft abzutreten. Sonst liegt der Verdacht nahe, dass man einfach die Vorteile des jeweiligen Staates ausnutzen will.
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    14.09.2016
    Unsere Kinder sind in Suedamerika geboren und erhalten automatisch den Pass des Geburtslandes, dazu haben sie auch den Schweizerpass, beide Elternteil Schweizer, ich sehe da kein Problem mit Doppelpass, ausserdem sprechen sie fuenf Sprachen. Unser Sohn arbeitet in der CH, war von zu Hause an schon integriert. Seid bitte nicht so kleinlich mit Doppelpass.
  • Silvia  Tännler , via Facebook 14.09.2016
    Einbürgerung der 3. Generation ja. Familiennachzug nur wenn der Lebensunterhalt OHNE Sozialhilfe bestritten werden kann!!!