Operation Libero kann aus dem Vollen schöpfen Über 50'000 Franken gegen die Burka-Plakate

Die Spendenaktion der Operation Libero für eine Ja-Kampagne zur erleichterten Einbürgerung übertrifft die Erwartungen.

Im Hauptbahnhof Zürich hängen Plakate gegen die erleichterte Einbürgerung junger Ausländer, das Motiv ist eine mit einer Burka verschleierte Frau. play
Im Hauptbahnhof Zürich hängen Plakate gegen die erleichterte Einbürgerung junger Ausländer, das Motiv ist eine mit einer Burka verschleierte Frau. ALESSANDRO DELLA VALLE

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7000 Franken. Das war das Sammelziel der Operation Libero, um den Burka-Plakaten etwas entgegenzusetzen, mit denen SVP-Kreise gegen die erleichterte Einbürgerung Stimmung machen. Damit hätte man für einen Tag ein grosses Gegenplakat in einem grossen Bahnhof bezahlen können.

Nun kann die Organisation mit grösserer Kelle anrichten. Bis heute Nachmittag hat Operation Libero über 51'000 Franken an Spenden erhalten, siebenmal mehr als erwartet. Es seien vor allem Kleinstspenden, sagt Co-Kampagnenleiter Stefan Egli. «Das zeigt, dass sich die Bevölkerung nicht für dumm verkaufen lässt. Viele sind die absurden Angstmacherkampagnen der SVP leid, sie wollen dem Argumente entgegensetzen und für ein liberales Bürgerrecht einstehen.»

Mit dem Geld will die Organisation eine Woche lang Plakate an den grossen Schweizer Bahnhöfen schalten. Ab wann und wo welche hängen, planen die Liberos gerade. «Wir lösen unser Versprechen ein», verspricht Egli, «die Bürger werden zum Thema Bürgerrecht nicht mehr nur faktenfreie Sujets sehen.»

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 18.01.2017
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47 Kommentare
  • Steven  Christen aus Basel
    13.01.2017
    Wenn man diese 50000 einem drittwelt-Land für Bildung schicken würde, wäre es gut investiert. Geld zu sammeln für einen Luxus, wie ein einzelnes Plakat zu verbieten ist für mich persönlich dekadent und dumm. Ich werde das nie verstehen können, dass man die Freiheit der Werbung dermassen - noch vor Sexismus - einschränken will...
    • Michael  Kümin , via Facebook 14.01.2017
      Ich glaube sie haben das nicht ganz verstanden. Operation Libero sammelt Geld um ein eigenes Plakat aufzuhängen, nicht um ein Plakat zu verbieten.
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    13.01.2017
    Ich nehme die Burka als Verschleierung von Tatsachen, als Symbol wahr. In welchen Zusammenhang man diese Burka bringt, ist vielfältig.
  • Michael  Kümin , via Facebook 13.01.2017
    Es ist irgendwie komisch, dass die angebliche Elite das Geld für ihre Plakatkampagne bei der Bevölkerung sammeln muss, die angeblichen Vertreter des einfachen Volkes aber Hunderttausende von Franken zur Verfügung haben. Da fragt man sich doch, von wo das viele Geld kommt und ob die SVP nicht absichtlich gegen scheinbare Eliten Stimmung macht, um davon abzulenken, dass sie mit Hilfe von reichen Unterstützern, das Volk zu manipulieren versucht.
  • Erich Urban  Küpfer 13.01.2017
    Ich möchte mal Herrn Wobmann & Co fragen, wie viele Teankstellen-Ueberfälle in der Schweiz mit Burkas-Verkleideten und wie viele Ueberfälle mit Motorrad-Monturen (Helm, Sonnenbrille und Mundtuch bis unter die Augen) gemacht wurden? Müsste man daher die Werbeplakate nicht etwas anpassen? Oder wäre dies einfach zuwenig polemisch?
  • Landre  Marb , via Facebook 13.01.2017
    Wenn man ein pflichtbewusste-r und objektive-r Stimmbürger-In ist oder sein will, dann sollte man sich erstens informieren was die 3. Generation überhaupt ist und im eigenen Umfeld abtasten wer die 3. Generation repräsentiert. Man wird staunen um wen es hier geht.
    Und drittens geht es nicht um eine automatische Einbürgerung...
    (Dieser Kommentar ist natürlich nicht an Fremdenhasser oder Hetzer adressiert.)