«Fünf Jahre Schulbesuch reichen nicht» Pädo-Schreck Bussat kämpft gegen die erleichterte Einbürgerung

BERN - Jetzt macht doch noch ein Nein-Komitee gegen die erleichterte Einbürgerung der dritten Ausländergeneration mobil. Prominente Gegnerin ist Christine Bussat. Die SVP-Politikerin kämpfte schon für ein Berufsverbot für Pädophile.

Keine Leichtere Einbürgerung für 3. Generation: SVP-Bussat macht mobil play
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Lange blieb es still um die Gegner der erleichterten Einbürgerung für Ausländer der dritten Generation. Doch jetzt steigt ein Nein-Komitee um SVP-Nationalrat und Asyl-Hardliner Andreas Glarner (AG) in den Abstimmungskampf ein.

Das Komitee ist zwar nur schwach besetzt – gerade mal 14 Personen sind auf der Homepage aufgelistet. Dafür sticht aber ein prominenter Name hervor: Pädo-Schreck Christine Bussat (45) macht im Nein-Komitee mit. Die Gründerin der Bewegung Marche Blanche obsiegte bereits mit zwei Volksinitiativen für die Unverjährbarkeit und ein Berufsverbot für Pädophile.

«Bedingungen sind nicht akzeptabel»

Wird Bussat nun vom Pädo-Schreck zum Schrecken der Drittgeneratiönler, will ihnen die erleichterte Einbürgerung vermiesen?

«Wenn jemand hier geboren und aufgewachsen ist, sämtliche Schulen hier besucht hat und sich mit der Schweiz identifiziert, habe ich mit einer erleichterten Einbürgerung kein Problem», sagt Bussat dem BLICK. «Die Bedingungen in der jetzigen Vorlage sind für mich aber nicht akzeptabel. Zum Beispiel, dass fünf Jahre Schulbesuch für eine erleichterte Einbürgerung ausreichen.»

Es mache auch keinen Sinn, der dritten Generation Privilegien zu geben, die für die zweite Generation nicht bestehen würden. «Für alle müssen die gleich strengen Regeln gelten», sagt die Waadtländer SVP-Politikerin. 

Umstrittenes Plakat-Sujet

Keine Leichtere Einbürgerung für 3. Generation: SVP-Bussat macht mobil play
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Sie fürchtet um die Kultur und Identität der Schweiz. Deshalb hat sie auch mit dem umstrittenen Nein-Plakat, das vor einer «unkontrollierten Einbürgerung» warnt und dazu eine Burka-Trägerin zeigt, kein Problem.

«Das ist ein Symbol dafür, dass wir die Radikalisierungstendenzen gerade bei muslimischen Jugendlichen ernst nehmen müssen», sagt Bussat. «Wir müssen verhindern, dass radikalisierte junge Muslime den Schweizerpass erhalten.»

Deshalb setzt sich Bussat auch für die nationale Burkaverbots-Initiative und für eine kantonale Volksinitiative «gegen religiösen Fundamentalismus».

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 18.01.2017
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63 Kommentare
  • Jérôme  Racine aus Therwil
    10.01.2017
    Das Argument von Frau Bussat (fünf Jahre Schulbesuch für eine erleichterte Einbürgerung reichen nicht aus) ist nicht stichhaltig. Ausschlaggebend ist, dass nicht nur das Kind mindestens fünf Jahre die Schule in der Schweiz besucht haben muss, sondern auch zumindest eines seiner Eltern. Wenn man noch alle anderen Bedingungen betrachtet, die erfüllt werden müssen, kann man davon ausgehen, dass so ein Kind in unserem Land gut integriert ist und insbesondere mindestens eine Landessprache spricht.
  • Roman  Bachmair aus Naters
    10.01.2017
    Drei wesentliche Punkte: Erstens ist es heute schon zu einfach, sich einbürgern zu lassen!

    Zweitens wird jeder, der es wert ist, ohne Problem eingebürgert, diejenigen, welche man nicht will, bürgert man halt eben nicht ein, was zu unserem guten Recht gehört!

    Drittens unterwandert die SP mit dieser "Willkommens-Politik" unser System. Ihre Taktik besteht nämlich darin, ihr gut gesinnte Ausländer einzubürgern, welche der Partei dann mittelfristig im politischen Sinne Vorteile bringen werden.
  • Schmid  Edi 10.01.2017
    Herr Schenker: Gibt es Länder, wo das so ist. Sorry ich weiss es nicht.
    Ich weiss jedoch, dass es Länder gibt, wo es bei einer Einbürgerung keine "Doppelbürger" gibt. Also den einten Pass abgeben. Lasse mich aber gerne belehren.
  • Othmar   Huber 10.01.2017
    Machen wir es einfach! Zu allen Zwängereien aus Bern sagen wir grundsätzlich NEIN! Warum eine Änderung der Gesetzte? Die sollen mal unsere Bundesverfassung einhalten. Mit solch einer Regierung und Parlamentarier, die sich nicht um den Willen der Bürger kümmern und diesen umsetzen, sind wir gut beraten, wenn wir solchen Politikern nicht das Vertrauen schenken.
  • Landre  Marb , via Facebook 10.01.2017
    Persönlich habe ich ja auch oft meine Probleme mit der 1. und 2. Generation (konkrete Lebenserfahrungen), aber hier geht es um die 3. Generation...