Fertig Sommerferien: Die Wirtschaftskommission des Nationalrats entscheidet über die Zukunft der Bauern.
Ab heute geht es in der nationalrätlichen Wirtschaftskommission um die Wurst. Auf der Traktandenliste steht die Zukunft der Landwirtschaft.
Es gibt viel zu diskutieren über die Agrarreform, für die Bundesrat Johann Schneider-Ammann in den Jahren 2014–2017 knapp 14 Milliarden Franken ausgeben will.
Auf dem Tisch der 25 Kommissionsmitglieder liegen 133 Anträge, wie WAK-Präsident Christophe Darbellay gestern im SonntagsBlick sagte.
Heftig umstritten ist Schneider-Ammanns Plan, künftig nur noch jenen Bauern Direktzahlungen aufs Konto zu zahlen, die über ein Berufsdiplom verfügen. Für Darbellay ist dieser Vorschlag falsch. Der Walliser will ihn rückgängig machen.
«Nicht die Ausbildung des Bauern ist ausschlaggebend, sondern die Qualität der Leistung und der Produkte, die er generiert», sagt der CVP-Präsident. Unterstützung erhält er von den Kleinbauern. Sie warnen davor, dass damit die Chancen von Quereinsteigern, auf die die Landwirtschaft dringend angewiesen ist, massiv sinken.
Anderer Meinung ist Andreas Aebi, SVP-Nationalrat und Bauer im Emmental. «Ich bin gegen eine Schnellbleiche», sagte der Anwärter auf das Präsidium des Schweizerischen Bauernverbands im BLICK-Interview vom Samstag. Einzig für die Bauern in Berggebieten ist er offen für einen Kompromiss.
Doch nicht nur das Ausbildungsthema sorgt für einen heissen Agrar-Herbst. Auch die Fragen, wie viel die Bauern produzieren sollen und die Höhe der Einkommen, werden viel zu diskutieren geben.
In der Kommission sitzen auch einige Bauern, darunter der St. Galler Markus Ritter (CVP), der wie Aebi Kandidat für das Amt des Bauernpräsidenten ist.
Die Konsumenten sind mit Prisca Birrer-Heimo (SP, LU), der Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, prominent in der WAK vertreten.
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