63 Prozent sagen «nein» Umfrage: Schweiz will Rentenalter 67 nicht

Die automatische Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre im Falle einer Schieflage der AHV kommt bei der Schweizer Bevölkerung im Erwerbsalter laut einer weiteren Umfrage schlecht an. 63 Prozent der Befragten wollen von einem solchen Automatismus demnach nichts wissen.

Die Erhöhung des Rentenalters hat bei der Bevölkerung einen schweren Stand (Symbolbild). play
Die Erhöhung des Rentenalters hat bei der Bevölkerung einen schweren Stand (Symbolbild). Keystone/GAETAN BALLY

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Wie die Umfrage im Auftrag der Zeitung «Schweiz am Sonntag» ergab, befürworten nur 23 Prozent der Befragten die automatische Erhöhung, welche die zuständige Nationalratskommission kürzlich vorschlug. 14 Prozent haben keine Meinung. Noch ist nicht sicher, dass das Parlament den Automatismus auch beschliessen wird.

Schon in früheren Umfragen sprach sich eine Mehrheit gegen die Erhöhung des Rentenalters von 64/65 auf 67 Jahre aus. In einer Umfrage des Medienhauses Tamedia sprachen sich Mitte Juni 57 Prozent der Befragten dagegen aus. Eine weitere Umfrage des Vermögensverwalters AXA Investment Managers ergab ebenfalls Skepsis für ein «von oben verordnetes höheres Rentenalter».

Weiter ergab die neue Umfrage, dass rund die Hälfte der Bevölkerung unter 65 Jahren die finanzielle Situation der AHV als eher weniger sicher einschätzt. Stärker ist diese Haltung bei den unter 40-Jährigen: Über 60 Prozent von ihnen schätzt das Sozialwerk für eher wenig oder gar nicht sicher ein.

Für die Umfrage befragte das Institut Marketagent.com online 1122 Stimmberechtigte zwischen 18 und 65 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz. Die Erhebung fand vom 29. August und dem 7. September statt.

In der Umfrage fragte das Institut auch nach der Zustimmung zur Volksinitiative AHVplus, über die am 25. September abgestimmt. Eine relative Mehrheit von 34 Prozent will demnach Ja stimmen, 25 Prozent Nein. Die grösste Gruppe - 41 Prozent - ist unschlüssig. Die Aussagekraft ist beschränkt, da die über 65-Jährigen in der Umfrage fehlen. Diese würden aber direkt vom 10-prozentigen Zuschlag auf AHV-Renten profitieren. (sda/sac)

Publiziert am 11.09.2016 | Aktualisiert am 11.09.2016
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22 Kommentare
  • Bianca  Schwarz 11.09.2016
    Warum geht eigentlich keiner einmal den alt Bundesratsrenten an den Kragen. Ok, man sägt nicht gern seine eigenen Beine ab...immer wird auf dem Rücken des normalen Fussvolkes alles ausgetragen, das nervt extrem.
  • Annemarie   Setz 11.09.2016
    Da fragt man sich aber schon, weshalb Bundesräte, die ja recht früh in Rente gehen, so viel Rente kassieren. Dort könnte man etwas einsparen, auch bei Boni und Managersalären wäre es angebracht, die Bäume nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Aber da tut niemand etwas. Und wie ist es mit den Grossunternehmen, die ihre Mitarbeitenden von einem Ort zum andern schieben und der Entlassungsgefahr aussetzen. Solche Menschen sind mit 50 schon fix und fertig.
  • H.  Potter aus Zürich
    11.09.2016
    Fakt ist in der heutigen Zeit bei unserem Konsumverhalten sind viele Leute zwischen 60-65 bereits körperlich so angeschlagen, dass sie kaum mehr arbeiten können und ihre Leistung nicht mehr den Anforderungen genügt. Daher ist ein Rentenalter 67 gar nicht umsetzbar, was nützt es Angestellte zu haben die dauernd krank sind!
  • Ursula  Hirsiger aus Pfaffnau
    11.09.2016
    Wenn man mit 53 Jahren nur mit viel Glück eine neue Stelle bekommt. mir wurde gesagt von einem jungen Arbeitnehmer das er nicht verstehe warum man so alte Frauen noch einen Job gibt. Wie sieht es den mit 60. Jahren aus? Liebe Politiker.
  • Dettwiler   Silvia 11.09.2016
    Bei der letzten AHV Revision wurden wir Frauen schon über den Tisch gezogen,denn das Versprechen,dass das Rentenalter wieder auf 63 revidiert wird,fand nach der Abstimmung kein Gehör mehr.Solange wir immer noch für gleiche Arbeit 23 Prozent weniger verdienen wäre dies immer noch gerechtfertigt. Darum ist für mich 68 kein Thema.
    • Marcel  Amgwerd aus Solothurn
      11.09.2016
      Frauen sollten mit 65 pensioniert werden, der Gleichberechtigung wegen. Belegbar ist, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen, aber eben nicht für gleiche Arbeit. Das ist schon makroökonomisch nicht möglich. Würde es stimmen, dass Frauen für gleich Arbeit weniger kosten, würden vorzugsweise nur noch Frauen angestellt.
    • Roger  Hausherr 11.09.2016
      Soll eine Frau gleichviel verdienen, die wegen dem Kind oft nicht anwesend ist und nicht gleichviel leistet? Man kann auch sagen, Frauen profitieren während sie nicht im Erwerbsleben sind von ihrem Ehemann/Lebenspartner. Dieser Aspekt der Sicherheit sollte man auch nicht ganz vergessen. Da könnte man sich auch als Mann diskriminiert vorkommen. Schliesslich suchen das Frauen wenn sie Kinder wollen.