Neues Verfahren zeigt Wirkung 50 Prozent mehr Ausreisen von Asylsuchenden

BERN - Gute Nachricht aus dem Bundesamt für Migration (BfM): Dank des neuen 48-Stunden-Verfahrens reisten im dritten Quartal viel mehr Asylsuchende zurück in die Heimat.

  • Publiziert: 19.10.2012
play

Asylbewerber im Empfangszentrum in Chiasso. Dank dem neuen Verfahren des Bundesamtes für Migration werden viel mehr Asylsuchende viel schneller wieder in ihre Herkunftsländer zurück geschafft.

(Keystone)

Zwar haben zwischen Juli und September mehr Menschen in der Schweiz um Asyl nachgesucht, nämlich 7830. Doch gleichzeitig konnten die Gesuche schneller bearbeitet und mehr Asylsuchende wieder nach Hause geschickt werden.

Insgesamt 3725 Personen reisten im dritten Quartal 2012 behördlich kontrolliert auf dem Luftweg aus. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einer Zunahme um 50 Prozent.

Die Zahl der Personen, welche die Schweiz selbständig verliessen, stieg um 30 Prozent auf 1‘780. Das sind mehr als doppelt so viele wie im dritten Quartal 2011 (842).

Vom Empfangszentrum direkt wieder heim

Grund für diese Zunahme sind die zahlreichen Ausreisen von Personen aus visumsbefreiten europäischen Staaten, vornehmlich aus Serbien, Mazedonien und Bosnien und Herzegowina, deren Asylgesuche seit dem 21. August 2012 in einem beschleunigten Verfahren (48-Stunden-Verfahren) behandelt werden.

Vom 1. Januar bis 30. September 2012 haben insgesamt 10‘202 Personen die Schweiz behördlich kontrolliert auf dem Luftweg verlassen. Damit wurde die Anzahl Ausreisen des gesamten letzten Jahres (9‘461) bereits übertroffen.

Im September 2012 sind rund 350 Personen aus den erwähnten Staaten direkt ab dem Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel über den Flughafen Zürich in ihre Heimat zurückgekehrt.

Bildet das Reise-Sackgeld des Bundes ein Ansporn?

Welche Rolle spielte dabei das Reisegeld, dass ihnen der Bund bezahlt? BfM-Sprecher Jürg Walpen: «Das kann bei Asylsuchenden aus Drittstaaten eine Rolle spielen. Bei der hohen Anzahl von freiwillig Ausreisenden handelt es sich  zu einem grossen Teil um Asylsuchende aus visumsbefreiten Staaten. Diese erhalten kein Reisegeld und werden zusätzlich mit einer Einreisesperre für den gesamten Schengenraum belegt.»

 

Beliebteste Kommentare

  • Susanne  Sam
    Und wieviele reisten ein, wieviele tauchten unter? Wieso sind unsere Asylzentren immer noch voll von jungen Männern aus Nordafrika? Dieser Pressebericht streut uns doch bloss Sand in die Augen.
  • Beat  Steinhauer
    Na endlich wird aber auch höchste Zeit!!!...denn nur so kann schnell genug selektioniert werden und den "richtigen" Flüchtlingen angemessen Rechnung getragen werden.

    Alle welche aus wirtschaftlichen, politischen oder finanziellen Interessen ein Asylgesuch in der schönen Schweiz stellen haben hier nichts verloren.

Alle Kommentare (33)

  • Daniel  Muenger , Zürich
    Wenn 200 Prozent mehr kommen sind 50 Prozent die gehen müssen Netto 150 Prozent die hier bleiben!
    • 19.10.2012
    • 81
    • 3
  • Rolf  Hunziker , Aarburg , via Facebook
    überhaupt keine gute Nachricht wenn man sieht wieviele gekommen sind.
    • 19.10.2012
    • 75
    • 2
  • Peter  Berner , Zürich
    Ich glaub ich spinne. Schlechte Nachrichten über Ausländer werde nicht hinterfragt, solche Artikel wie dieser werden automatisch als Lüge abgetan. Traurig dieses Verhalten, eines Schweizers unwürdig
    • 19.10.2012
    • 8
    • 95
  • Peter  Möri
    Wer`s glaubt ist ein Narr. Schönschwätzerei. Niwemals geht eine Wende so schnell. Die ERückkehrhilfe ist vermutlich derart hoch, dass es den Angehörigen möglich ist, die Schweiz kurz zu besuchen, um Rückkehrhilfe zu beanspruchen.
    Hört mit den verd. Lügen auf. Wir Bürger glauben euch schon lange nicht mehr..
    • 19.10.2012
    • 80
    • 3
  • Hugo  Wipf , via Facebook
    Wer es glaubt wird selig.......!
    Laut Statistik.....wer einmal lügt.. dem glaubt man n.....
Seite 1 2 3 4 5 »
Seitenanfang

Top 3

1 Ems-Chefin Martullo-Blocher rechnet ab «Energiewende ist eine Illusion!»bullet
2 Bund will Zweitwohnungs-Sünder wegsperren! 3 Jahre Knast!bullet
3 SVP-Rickli gegen Hooligan-Konkordat «Anständige Fans sollen Bier...bullet

Politik