Nationalrat bleibt hart 200 Stutz für erwischte Kiffer

  • Publiziert: 13.09.2012
play Eine Mehrheit des Nationalrats findet kiffen gar nicht lustig. (sda)

Der Nationalrat bleibt in der Kiffer-Frage bei seiner harten Linie. 200 Franken soll blechen müssen, wens erwischt.

Die Grosse Kammer folgte der Argumentation der SVP, wonach bei einer Busse von nur 100 Franken «fröhlich gekifft» hätte werden können. Wer erwischt wird und nicht mehr als zehn Gramm bei sich trägt, soll künftig mit 200 Franken gebüsst werden.

Die Höhe der Busse war umstritten, der Entscheid zugunsten von 200 und gegen 100 Franken kam mit 91 zu 82 Stimmen zustande.

SVP-Drogenpolitiker Thomas de Courten, dessen Antrag angenommen wurde, sagte, eine Busse von 100 Franken wäre «eine ärgerliche Bagatelle, aber keine Strafe».

Die Befürworter einer tieferen Busse auf der linken Seite glauben nicht daran, dass Erwachsene mit einer Busse vom Kiffen abgehalten werden können. «Das wird nicht funktionieren», erklärte Silvia Schenker (SP) bestimmt.

Der Entscheid gilt als Überraschung. Eine solch hohe Busse wird ansonsten nur ausgesprochen, wenn eine Gefährdung von Dritten vorliegt.

Der Ständerat hatte sich zuvor liberaler gezeigt und für eine tiefere Busse gestimmt. Da sich die Räte nochimmer nicht einig sind, geht die Hanf-Frage nun zurück in den Ständerat.  (vuc)

Beliebteste Kommentare

  • Michael  Thommen
    Ahh 200.- für nen Joint, 550.- für versuchte Vergewaltigung mit Todesfolge. Kann man Bundesbern wirklich noch ernst nehmen?
  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    Was für eine Strafe kriege ich wenn ich beim Trinken erwischt werde? Aha, keine, die Damen und Herren Parlamentarierer bestrafen sich lieber nicht selbst!

Alle Kommentare (30)

  • Martial  Callair , Aargau
    Das ist keine reale Droge, das gehört legalisiert. Immer wieder das selbe Drama um rein nichts. Ich bin selbst kein Kiffer, aber die Schweiz macht sich mit diesem Theater schon längstens lärcherlich! Hat Jemand das auch gemerkt?
    • 13.09.2012
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  • Walter  Vetter
    Ich bin dafür, dass per sofort der Drogenkonsum frei und legal ist, gleichzeitig muss aber auch die Hilfe per sofort abgeschafft werden. Denn der Drogenkonsum ist freiwillig und es ist eine Schweinerei, dass die normalen Bürger die Drögeler via Krankenkasse finanzieren.
    • 13.09.2012
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  • Yves   Erhart , Hergiswil
    Die sogenannten Volksverteter in Bern haben es voll "versifft". Hätten sie Cannabis legalisiert, hätten sie 3 Fliegen mit einer Klatsche schlagen können: Steuern kassieren, Jugendschutz verbessern und den Schwarzmarkt eindämmen. Nun müssen die Kids halt zu einem Dealer gehen der auch noch härteren Stoff vertickt. Also ist es ja wohl kein Wunder, dass der Konsum von Koks so stark zugenommen hat wenn man alles beim ein und demselben Dealer besorgen kann. Nebenbei wäre bei einer Legalisierung automatisch der Reiz des Verbotenen verloren gegangen was wiederum einen Rückgang des Konsums bedeutet hätte. Aber ich glaube die grössten Kiffers sitzen in unserem Parlament. Danke ihr Politiker. Gebt ihn ab!! Den Joint oder den Sitz!!
    • 13.09.2012
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  • Fred  Bartlome
    Besten Dank an den Nationalrat, dass er ein Zeichen gegen die zunehmende Dekadenz gesetzt hat.
    • 13.09.2012
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  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    statt zu kiffen sollten die lieber antike Steine am Wegrand für die FDP auflesen oder schauen dass Erbschaften von $VP Politikern in gewisse Kanäle abgeleitet werden können.

    Gruss vom Atoll
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