Plötzlich mussten 3300 Franken her Griechischer Käpt’n wirft Schweizer vom Segelboot

KARPATOS - Die sechs Wassersportler buchten eine Kite-Safari auf griechischen Inseln. Plötzlich fielen die Ferien ins Wasser. Der Veranstalter warf sie vom Boot.

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Es hätten Traumferien für Wassersportler werden sollen: Mit einem Segelschiff durch die Ägäis schippern und an einsamen Stränden mit den Kitedrachen übers Wasser flitzen. Für eine sechsköpfige Zürcher Reisegruppe von Unternehmern kam es anders. «Von Anfang an ging alles schief», sagt Thomas Zimmermann (36) zu BLICK.

«Wir standen am Flughafen mit der ganzen Kite-Ausrüstung. Dann kam ein Fiat Punto», sagt Zimmermann. «Wir mussten das Problem selber lösen. Ein Freund mietete ein Auto, der Rest fuhr mit einem Taxi», erzählt der selbständige Karosserie-Lackierer.

Der Taxifahrer setzte einen Teil des Trüppchens am falschen Hafen ab. «Wir mussten die zwei Kilometer dann zu Fuss zurücklegen.» So etwas habe er noch in keinen Ferien erlebt. Der Organisator der Reise sei ein Chaot.

Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen ging weiter: «Bereits am ersten Kitetag streik­te der Motor des Rettungsbootes», erzählt Zimmermann. Das sei vor allem bei ablandigem Wind lebensgefährlich. «Erst auf unser Drängen hin wurde der Motor ersetzt.»

Doch der Gipfel kommt nach einigen Tagen. «Plötzlich wollte der Veranstalter, dass wir eine Kaution von 3300 Franken für das Segelboot hinterlegen. Er habe von irgendwo erfahren, dass wir das Boot mutwillig beschädigen wollten. Ich sollte die Kreditkarte fotografieren und ihm das Bild senden. Das war mir aber zu gefährlich.»

Die harsche Reaktion des Reisebüroinhabers: «Er befahl dem Kapitän, uns vom Boot zu werfen. So strandeten wir auf der Insel Karpathos.» 

Mit der Fähre kommen die Freunde nach Rhodos, von wo aus sie ­zurück in die Schweiz fliegen. «So haben wir drei Fe­rientage verloren.» Die Gruppe will das Gebaren des Veranstalters nicht auf sich sitzen lassen. «Wir überlegen uns, ob wir klagen wollen», sagt Thomas Zimmermann. «So verhält man sich einfach nicht gegenüber seinen Kunden.»

Der Veranstalter wollte sich zu BLICK nicht zu den Vorwürfen äussern.

Publiziert am 24.09.2016 | Aktualisiert am 24.09.2016
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13 Kommentare
  • Peter  Löffel , via Facebook 25.09.2016
    Ich glaube den Touristen kein Wort.Wenn man sich gebührend verhält ist man König und Freund in Griechenland !! Eigene Erfahrungen über Jahre.
  • Peter  Hofer aus zürich
    25.09.2016
    Motor des Rettungsboots streikte und das sei bei ablandigem Wind lebensgefährlich. Ich als Hochseesegler habe noch selten soviel unwissen in einem Satz gelesen! Ablandiger Wind ist kein wirkliches Problem. Gefährlich kann es bei auflandigem Wind werden. Auch habe ich auf einer ca 35 Fuss Yacht noch kein Rettungsboots mit einem Motor gesehen. Diese Yachten führen alle Rettungsinsel mit und die haben keinen Motor.
    • monika  brand aus villieu-loyes-mollon
      25.09.2016
      ich glaube es geht um ein Rettungsboot für das Kitesurfen, da sollte schon ein Motor sein im Falle eines Problemes.
    • Shimu  Trachsel 25.09.2016
      Sie mögen ein guter Yacht- und Hochseesegler sein, aber von Wind- und Kitesurfen haben Sie 0 Ahnung. Bei ablandigem Wind wird der Surfer immer weiter aufs offene Meer getrieben, wenn er in eine Notlage gerät. Je nach Wellengang und Windstärke ist er bereits nach wenigen Minuten von der Bildfläche - auf Nimmerwiedersehen - verschwunden.
  • Sonja  Zwicker 24.09.2016
    Das kann ich mir gut vorstellen! Ich wollte von Samos aus für einige Tage nach Kos, und buchte eine Rückfahrkarte mit der Flying Dolphin. Am Tag der Abfahrt kam jedoch kein Schiff. Der Schalter am Hafen war nicht besetzt, die Hafen- und die Ordnungspolizei fühlten sich nicht verantwortlich, und eine andere Variante gab es nicht! Schliesslich hiess es, ich müsse einfach jeden Tag nachfragen, ob das Boot überhauot fahre. Nach 3 Tagen hatte ich dann Gück.. typisch griechisch!
    • Karen  Mind 25.09.2016
      ja, die Arbeitsmoral und die innere Einstellung ist auch ein Spiegel der Wirtschaft.... oder auch umgekehrt.
  • Stefan  Müller aus Bern
    24.09.2016
    Ach was, das war ein Abenteuer, wenn sie es so genommen haben, davon werden sie ihren Kindern erzählen können und kommen erst noch im Blick! Es sind alle gesund, das ist Hauptsache.
  • Paulo  Suizo , via Facebook 24.09.2016
    ob sich das ales wirklich so zugetragen haben oder nicht, sei dahin gestellt. sollte es so gewesen sein, wird es bestimmt eine schriftliche leistungsumschreibung des veranstalters geben, wo genau steht, was die gäste bezahlt haben und bezahlen müssen.
    wenn ales so vorgefallen ist, sollte man unbedingt vor gericht klagen. rückerstattung der verlorenen tage, sowie schmerzensgeld für die aussetzung und den restlichen unbill mit diesem piratenkäpten.