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In ihrem Abschiedslauf zeigt Maya Pedersen noch einmal, weshalb sie den Skeletonsport bei den Frauen während Jahren geprägt hat. Dank der drittbesten Zeit im vierten Durchgang kann sie sich in die Top Ten schieben, sie war auf dem finalen Wettkampf-Abschnitt schneller als die neue Olympiasiegerin Amy Williams aus Grossbritannien.
Pedersen sagt anschliessend: «Ich konnte mich kontinuierlich steigern. Für mich hat das Rennen zu früh angefangen. Der zweite Tag war wirklich gut, ich konnte den Speed richtig mitnehmen. Ich wollte Zehnte werden und bin überrascht, dass es sogar zum 9. Platz gereicht hat.» Für Pedersen ist es das schlechteste Olympia-Resultat der Karriere. In Salt Lake City war sie Fünfte geworden, in Turin holte sie auf dem Zenit Gold.
Pedersen wird sich nun aus den Eiskanälen dieser Welt zurückziehen. Sie vollzieht den angekündigten Rücktritt und will das Augenmerk vermehrt auf das Familienleben richten. Die gebürtige Bernerin bleibt dabei in Norwegen, der Heimat ihres Mannes und Trainers Snorre. Das Paar hat zwei kleine Töchter. Pedersen möchte künftig als Deutsch- oder Sport-Lehrerin arbeiten.
Ein Weitermachen kommt für sie nicht in Frage. «Es war zuletzt ermüdend. Es kostete mich viel Anstrengung, gleichzeitig Mutter und Top-Athletin zu sein. Man musste oft rumreisen, alles selber organisieren – dies mit wenig Geld. Bis heute hatte ich genug Energie, aber jetzt ist es vorbei. Ich habe alles erreicht», so die zweifache Weltmeisterin.
Um die Medaillen kann Pedersen diesmal nicht kämpfen. Amy Williams, ihre Nachfolgerin auf dem obersten Olympia-Podest, feiert einen unangefochtenen Sieg, obwohl sie im Weltcup noch ohne Erfolg dasteht. Die Engländerin setzt sich mit über einer halben Sekunde Vorsprung durch. Sie lässt sich auch durch einen Protest gegen ihren Helm nicht von der Gold-Spur abbringen.
Silber und Bronze gehen an Deutschland; sprich an Kerstin Szymkowiak, die mit einem Schweizer verheiratet ist, und an Anja Huber. Die Top-Favoritin, die Kanadierin Mellisa Hollingsworth, hält vor heimischem Publikum dem immensen Druck nicht stand. Sie rutscht am Schluss vom 2. auf den 5. Platz ab und vergiesst Tränen der Enttäuschung. Trost dürfte auch ihre gute Kollegin Maya Pedersen gespendet haben. (Si/sme)