USA Obama wegen Regelung zu Verhütungsmitteln zunehmend in der Kritik

  • Publiziert: 08.02.2012

Washington – US-Präsident Barack Obama gerät wegen einer Bestimmung in seiner Gesundheitsreform zu Verhütungsmitteln zunehmend in die Kritik. Der republikanische Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner, sprach am Mittwoch von einer "Attacke auf die Religionsfreiheit in unserem Land".

Laut der umstrittenen Klausel müssen fast alle Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie die Pille finanzieren. Ausnahmen gelten zwar für Kirchen, nicht aber für von Religionsgemeinschaften betriebene Einrichtungen wie Spitäler oder Schulen.

Die katholische Kirche, die Verhütungsmittel strikt ablehnt, läuft gegen die Ende Januar vorgestellte Regelung Sturm. Mehrere republikanische Parlamentarier stimmten in die Empörung ein.

Senator John Thune warf Obama vor, auf der von der Verfassung geschützten Glaubenfreiheit "herumzutrampeln". Seine Kollegin Kelly Ayotte sprach von einem "beispiellosen Angriff auf die Religionsfreiheit". Auch die einflussreichen republikanischen Senatoren Mitch McConnell, Marco Rubio und Roy Blunt schlossen sich dem Protest an.

Das Thema erreichte auch den Präsidentschaftswahlkampf. "Wir müssen einen Präsidenten haben, der willens ist, das erste Recht in Amerika, das Recht je nach unserem Gewissen Gott anzubeten, zu schützen", sagte der Bewerber Mitt Romney. Sein Rivale Rick Santorum warf Obama vor, den Menschen in den USA seine "säkularen Werte" aufzwingen zu wollen. (SDA)

Kommentare (2)

  • Frank  Bussmann , Solothurn
    Fundamentalisten hüben und drüben. Da halten Sie Taliban fest und haben ebenso fanatische Fundamentalisten im eigenen Lande. Wie Israel übrigens auch. - Nun gut, dafür kämpfen wir in Europa mit den nicht weniger orthodoxen Sozialromantikern.Letztere haben das Denken auch längst durch den Glauben ersetzt. Der Glaube macht selig. Und er beruhigt. - Man weiss nicht, ob man weinen oder lachen soll.
    • 09.02.2012
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    • Ray  Steele , Florida
      Tja, die "Taliban" ist in diesem Fall eher die Obama-Administration weil sie ihre ethischen Vorstellungen Anderen aufzwingen wollen. Es geht nicht nur um Verhuetungsmittel; es geht auch um Abtreibungs- und Sterilisationsmittel. Wenn jemand das freiwillig finanzieren will, dann soll er es. Aber wenn es aufgezwungen wird, dann erinnert das eher an einen totalitaeren Staat.
      • 09.02.2012
      • als Kommentar auf Frank  Bussmann , Solothurn
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