Wegen steigender Nachfrage Vatikan braucht mehr Exorzisten

ROM - Die Teufelsaustreiber des Vatikans kämpfen nicht nur gegen das Böse – auch ein Mangel an Fachkräften macht dem Internationalen Exorzisten-Verband zu schaffen. Denn durch die immer verbreiteteren okkulten und satanistischen Praktiken steigt auch die Anzahl Klienten.

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Die steigende Nachfrage nach Exorzisten führt der Internationale Exorzisten-Verband auf die immer verbreiteteren okkulten und satanistischen Praktiken zurück. Joachim Lechner

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Mangelberuf Teufelsaustreiber: Den weltweit rund 400 speziell ausgebildeten katholischen Priestern im Internationalen Exorzisten-Verband AIE steht eine wachsende Zahl von Klienten gegenüber.

Die steigende Nachfrage hängt mit immer verbreiteteren okkulten und satanistischen Praktiken zusammen, wie der Mediendienst der Italienischen Bischofskonferenz laut Kathpress am Samstag mitteilte.

Zwei Teufelsaustreiber sind in der Schweiz tätig

Erschwerend kommt dem Bericht zufolge hinzu, dass die «Kämpfer gegen das Böse» auf dem Globus ungleich verteilt sind: Von den 404 Priestern des Exorzisten-Verbands und 124 Hilfskräften - geschulten Laien - arbeiteten allein 240 Priester und 62 Helfer in Italien. Das europaweit zweithöchste Aufgebot hat demnach Polen mit 120 Teufelsaustreibern, die allerdings nicht dem Verband angehören, sondern der nationalen Bischofskonferenz zugeordnet sind.

In der Schweiz sind den Angaben zufolge zwei Exorzisten der Organisation tätig. Einer davon ist Pfarrer Rudolf Nussbaumer aus Steinen SZ (BLICK berichtete). In Deutschland und Österreich sind es jeweils drei. In ganz Afrika zählt der Verband gerade einmal sechs Mitglieder, zwei davon in Simbabwe.

«Ernsthafte und ständige Bildung» nötig

Hinsichtlich der Berufsstandards sei «eine ernsthafte und ständige Bildung» nötig, sagte Verbandspräsident Francesco Bamonte. Um die kirchlichen Regeln - etwa auch zur Zusammenarbeit mit Medizinern und Psychologen - in der Praxis zu vertiefen, erarbeitet die 2014 vom Vatikan anerkannte Vereinigung mit Sitz in Rom dem Bericht zufolge eigene Leitlinien. 

Der Vatikan hat die in etwa 30 Ländern vertretene internationale Vereinigung der Exorzisten (AIE) 2014 offiziell als private rechtsfähige Gesellschaft anerkannt.

Über die Zahl der Personen, die sich wegen mutmasslicher Besessenheit an einen Exorzisten wenden, gebe es keine verlässlichen Angaben, hiess es weiter. Zeichen für dämonisches Wirken seien eine spontane Kenntnis fremder Sprachen, das Wissen um verborgene Dinge, unerklärliche Körperkräfte und Abscheu gegenüber allem Heiligen. (SDA/kra)

Publiziert am 03.12.2016 | Aktualisiert am 03.12.2016
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4 Kommentare
  • Lilian  Hug 03.12.2016
    Ja genau, es braucht ganz viele neue Teufelsaustreiber- Vorallem um unsere fehlgeleiteten und fremdgesteuerten Politiker und Medien wieder auf den rechten Weg zu bringen !
  • Uriella  Bianca aus Utopia
    03.12.2016
    nicht nur der Vatikan braucht Exorzisten. Auch Levrat und die SP brauchen Teufelsausstreiber. Un der Schweiz hat es immer noch Leute, die nicht SP Mitglieder sind. Denen muss der Teufel ausgetrieben werden. Nicht einmal Inquisator Wermuth vermag all die Ungläubigen zu bekehren. Dringende Hilfe ist angesagt.
  • roland  rohrbach aus Binningen
    03.12.2016
    Das ganze mit dem Teufelsaustreiber ist nur Humbug und findet nur in deren Köpfen statt. Solange man sich immer noch mit dem Verstand Indentifiziert wird sich nichts ändern. Wenn man von einem Teufel reden kann so ist das der Konditionierte Verstand des Menschen, wo seine innere Natur nicht erkennen kann! Das Bewusstsein solcher Menschen ist einfach verwirrt und sitzt in einer Sackgasse. Sich mal selbst zu hinterfragen wäre schon mal der erste Ansatz.
    • Walter  Vetter , via Facebook 03.12.2016
      Nicht nur Teufelsaustreibungen sind Verwirrungen, sondern sämtliche Religionen. Lustig ist zu dem, dass nur Verwirrte abergläubisch sind. Denn wo kein Glaube(
      ( Gehirnwäsche) gibt es auch keinen Aberglauben.