NATO-Generalsekretär Stoltenberg rechtfertigt Zurückhaltung in Syrien

BERLIN (SDA) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die militärische Zurückhaltung des Militärbündnisses im Syrien-Konflikt gerechtfertigt.

Starker Mann bei der NATO: Jens Stoltenberg erklärt die Syrienstrategie seiner Organisation. (Archivbild) play
Jens Stoltenberg erklärt die Syrienstrategie seiner Organisation. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 So dramatisch war die Rettung von Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG «Wir...
2 Hakenkreuz und Hitlergruss Nazi-Schande auf dem Waffenplatz
3 Nummernschild-Auktion Wallis will mit «VS 1» Kohle machen

News

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die militärische Zurückhaltung des Militärbündnisses im Syrien-Konflikt gerechtfertigt. In manchen Fällen seien «die Kosten des Einsatzes militärischer Mittel grösser als der Nutzen«, sagte Stoltenberg der «Bild am Sonntag».

«Mit Blick auf Syrien sind die NATO-Partner zum Ergebnis gekommen, dass der Einsatz von Militär eine schreckliche Situation noch schrecklicher machen würde.» Die Lage in Syrien bezeichnete Stoltenberg als «furchtbare menschliche Katastrophe». Ein Militäreinsatz könnte aber zu einer weiteren Eskalation beitragen.

«Wir würden riskieren, dass es ein grösserer regionaler Konflikt wird oder dass noch mehr Unschuldige sterben», sagte der Norweger. «Wenn wir auf jedes Problem, jede humanitäre Katastrophe mit militärischen Mitteln antworten würden, würden wir in einer Welt mit noch mehr Kriegen und Leiden enden.«

Die Wahlkampfkritik des designierten US-Präsidenten Donald Trump, die NATO sei «obsolet» geworden, wies Stoltenberg in dem Interview abermals zurück: «Die NATO ist wichtiger denn je», sagte er. «Die Welt ist gefährlicher als je zuvor, deswegen brauchen wir auch mehr denn je ein Bündnis wie die NATO.» (SDA)

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
teilen
teilen
0 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • Poco  Loco aus Innerschweiz
    18.12.2016
    Die Nato hat dort nichts verloren. Es war im kalten Krieg ein Verteidigungspakt, im Osten der Warschauerpakt. Dieser wurde aufgelöst nach dem Fall der Mauer. Es wäre schon lang Zeit auch die Nato, die seit einigen Jahren ein Angriffspakt ist, und die Sicherheit in Europa gefährdet aufzulösen.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 18.12.2016
    Die Nato / Eu schützen nur die eigenen Bedürfnisse und Interessen.
    Das Problem in Syrien währe einfach zu beheben gewesen, nur Assad hätte weg müssen, das hätte x 100000 unschuldigen das leben gerettet !
    Man konnte es in der Menschlichen Geschichte immer wieder sehen, das die Politiker eifach zu feige sind, um was gegen Diktatoren zu unternehmen, außer es geht um Rohstoffe oder mehr macht.
    Traurig das Versagen der Regierungen.
    Aber wehe einer von Uns Zahlt eine Busse nicht !..
  • Martin  Haensli , via Facebook 18.12.2016
    Stoltenberg rechtfertigt Zurückhaltung im Syrienkonflikt? Klar, damit der Krieg kein Ende dort nimmt und noch möglichst lange weitergeht, schliesslich ist es für die USA ein Bombengeschäft Terroristen mit Waffen zu versorgen, um Assad zu stürzen um damit Kontrolle über Erdgas und Erdölquellen zu erlangen. Dass diese Waffen nach Europa gelangen könnten, spielt den Amis ja keine Rolle. Geschäft ist eben Geschäft. Ohne den IS, haben die USA keine "soziale" Begründung in Syrien zu sein.
    • Stefan  Müller 18.12.2016
      Ich frage mich, wie jemand wie Stoltenberg nachts schlafen kann, im Wissen, was man unterstützt... die USA profitiert von jedem Krieg, man schaue sich nur mal deren Rüstungsindustrie an. Ganz geschweige vom Öl bzw. geopolitischen Interessen.