Nachrichtendienst prüft hundert Hinweise pro Tag Schon 480 Personen auf dem Schweizer Dschihad-Radar

Die Zahl der Informationen auf terroristische Aktivitäten hat sich seit 2014 vervielfacht. Der Schweizer Nachrichtendienst bearbeitet rund 30'000 davon pro Jahr.

Dschihad-Alarm: Nachrichtendienst behält 480 Personen im Auge play
Damit sie nicht im Dunkeln bleibt: Der Nachrichtendienst des Bundes beobachtet die dschihadistische Terrorszene intensiv. PETER KLAUNZER

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Erstmals ist bekannt geworden, mit wie vielen Terror-Hinweisen sich der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) tagtäglich beschäftigen muss. Wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, wurden im laufenden Jahr 100 Hinweise erfasst – und das jeden Tag. Aufs ganze Jahr ergebe das die stattliche Zahl von rund 30'000 Hinweisen, die überprüft werden müssten. 

Die Anzahl der Hinweise habe sich seit 2014 «vervielfacht». Eine riesige Zahl, die jedoch wenig aussagekräftig sei, wie die NZZ schreibt. Die Qualität der Hinweise sei nämlich «sehr unterschiedlich». Manche würden zu Ermittlungen führen, so wie aktuell die rund 60 Fälle, die die Terrormilizen Al Kaida oder IS betreffen.

Viele der Hinweise, die teils von ausländischen Partnerdiensten, Kantonspolizeien oder aus der Bevölkerung kommen, würden jedoch ins Leere führen. Trotzdem: Jedem Hinweis wird nachgegangen.

Hunderte Personen werden beobachtet

Wie die NZZ weiter schreibt, wurden die aktuellen Zahlen im Nachgang zu den Terroranschlägen in Frankreich erhoben. Damals beschloss der Bundesrat, rund 23 zusätzliche Stellen beim NDB zur Terrorbekämpfung zu schaffen. 

Dass diese notwendig sind, zeigt die stark angestiegene Zahl von beobachteten Personen, die sich auf dschihadistischen Websites oder in sozialen Medien tummeln. Wurden 2014 noch 290 identifiziert, sind es Ende Oktober 2016 bereits 480 Personen. (pma)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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2 Kommentare
  • Karin  Schwegler 29.11.2016
    Da wirs sich die Sozialindustrie aber freuen. Das sind doch viele die man betreuen kann. Das bringt mächtig Kohle. Egal dass man die Typen nie zurück in die normale Welt lassen kann, hauptsache die "Hilfswerke" sind saniert.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    29.11.2016
    Hier wird jeder Lari der sich mal irgendwie in den Medien verlauten liess aufs Radar genommen. Und all diese 007 Agenten gehen mit einem guten Gehalt heim, währen die Trefferquote bei 0.1 Prozent liegt, weil letztlich die Bombe irgendwo anders hoch geht.