Nach Kritik Facebook geht härter gegen Fake News vor

MENLO PARK (USA) - Nach der Kritik an seiner Rolle im US-Wahlkampf soll es bei Facebook einfacher werden, so genannte Fake News zu melden.

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Facebook will nach Kritik an seiner Rolle im US-Wahlkampf schärfer gegen die Ausbreitung erfundener Nachrichten ankämpfen. Unter anderem solle es einfacher werden, so genannte Fake News zu melden, kündigte das weltgrösste Online-Netzwerk am Donnerstag an. Ausserdem werde man mit externen Fakten-Check-Spezialisten zusammenarbeiten.

Auch die Algorithmen, die darüber entscheiden, welche Artikel im Newsfeed der Mitglieder auftauchen, sollen angepasst werden. Wenn ein Beitrag von Nutzern nicht geteilt wird, nachdem sie ihn gelesen haben, könne das als Warnsignal in die Gewichtung einfliessen, erläuterte der zuständige Facebook-Manager Adam Mosseri in einem Blogeintrag.

Schliesslich wolle Facebook konsequenter die Einnahmequellen der Autoren gefälschter Nachrichten austrocknen. Im US-Wahlkampf sollen einige ein gutes Geschäft damit gemacht haben, aufsehenerregende Nachrichten zu erfinden: Sie wurden von Nutzern angesehen und weiterverbreitet - und die dabei angezeigte Werbung liess bei den Autoren die Kassen klingeln.

Mosseri schrieb, man sehe sich die Publisher an, um zu prüfen, ob ein Eingreifen des Online-Netzwerks notwendig sei.

Im Wahlkampf hatten sich vor allem «Fake News» zu Gunsten des künftigen Präsidenten Donald Trump erfolgreich bei Facebook weiterverbreitet. Dazu gehörte zum Beispiel die erfundene Nachricht, dass Papst Franziskus ihm seine Unterstützung ausgesprochen habe.

Kritiker warfen Facebook vor, dass es damit möglich geworden sei, das Wahlergebnis durch Lügen für Trump zu beeinflussen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg bestritt, dass «Fake News» die Wahl entschieden hätten. (SDA)

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 10.01.2017
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1 Kommentare
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    16.12.2016
    Facebook hat sich zu einer Quelle von News entwickelt, die durch die verlogene Mainstreampresse unterdrückt werden. Falls Facebook nun Zensur einführt, ist der Dienst nicht mehr brauchbar und die Benutzer werden zu recht abwandern. Es kann und darf nicht sein, dass durch Zensur die Menschen nur noch offiziell genehmigte Propaganda lesen dürfen.