Nach BLICK-Bericht über abgebrochenen Prozess Sascha S. verhaftet!

LENZBURG AG - Sascha S. (31) soll seine beiden Stieftöchter (6 und 7) missbraucht haben und kam bis zum Prozess frei. Dort erschien er aber letzte Woche nicht. Jetzt haben nach der BLICK-Berichterstattung die Handschellen doch noch geklickt.

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Aufatmen bei den Behörden und den Opfer-Angehörigen. Der mutmassliche Kinderschänder Sascha S.* (31), der letzten Donnerstag nicht zu seinem Prozess in Lenzburg AG erschienen war, wurde gefasst.

Gerichtssprecherin Nicole Payllier bestätigt BLICK, dass der Angeklagte letzten Freitag verhaftet wurde: «Es wurde vom zuständigen Gericht bereits Antrag auf Sicherheitshaft beim Zwangsmassnahmengericht gestellt.»

Flucht- und Wiederholungsgefahr

S. hätte sich vor Gericht wegen sexueller Übergriffe an seinen beiden Stieftöchtern (6 und 7) verantworten müssen. Er flog im November 2014 auf, kam im März 2015 unter Auflagen aus der U-Haft. Vor Gericht soll S. laut seines Verteidigers «aus Angst» nicht erschienen sein. Das Gericht schrieb ihn danach wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr zur Verhaftung aus.

Doch wie kam man dem Arbeiter aus Gebenstorf AG auf die Spur? Beim BLICK, der als einziges Medium am Prozess dabei war, meldete sich am Freitag ein Leser per Mail. Er habe Hinweise zum vermutlichen Aufenthaltsort von S. Diese sei bereits ans Gericht weitergeleitet worden. War darunter der entscheidende Tipp?

Freitagabend klickten die Handschellen

Sicher ist: Nachdem die Polizei S. nicht an seinem Wohnort antraf, klickten am Freitagabend in einem anderen Dorf im Aargau die Handschellen. Vermutlich hatte sich S. bei jemandem versteckt.

Folgt das Zwangsmassnahmengericht nun dem Antrag des Gerichts auf Weiterführung der Sicherheitshaft, ist es gut möglich, dass Sascha S. bis zum neuen Prozesstermin weggesperrt bleibt. Dies hatte der Vater (41) der Opfer schon vor dem Prozess gefordert – vergebens.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
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3 Kommentare
  • Jacky  Marder 19.12.2016
    "Dies hatte der Vater (41) der Opfer schon vor dem Prozess gefordert – vergebens." Schon klar, in der Schweiz hat Täterschutz Priorität und nicht Opferschutz!! Ist so und wird immer so bleiben.
  • Armin  Schaller 19.12.2016
    Echt jetzt? - Er war schonmal verhaftet, wurde dann aber wieder freigelassen bis zum Prozess. Dann ist er nicht erschienen, worauf er wegen Wiederholungsgefahr gesucht wurde. und jetzt ist es (Zitat) "gut möglich dass Sascha S bis zum neuen Prozess-Termin weggesperrt bleibt"?? - Ist das nicht etwas hart für ihn? Wäre es denn nicht viel besser ihn sofort wieder freizulassen und freundlich darum zu bitten, bis zum nächsten Termin keine Dummheiten zu machen und dann bitte zum Prozess zu erscheinen?
    • Jacky  Marder 19.12.2016
      Genau: Der Täterschutz muss doch irgendwie funktionieren, wo sind wir denn???