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Moschee-Spion zeigt kalte Schulter

Aktualisiert um 10:38 | 09.05.2007

BERN – Der mutmassliche Schweizer Spion Claude Covassi hat einen weiteren Anhörungstermin bei der Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments (GPDel) verstreichen lassen. Jetzt will diese nichts mehr von ihm wissen.



Erst wollte er unbedingt in Bern aussagen, jetzt will er davon nichts mehr wissen: Claude Covassi. (RDB)
Erst wollte er unbedingt in Bern aussagen, jetzt will er davon nichts mehr wissen: Claude Covassi. (RDB)
Covassi sei der zweiten Einladung nicht gefolgt. Einen Grund habe er auch nicht abgegeben, hiess es in Bern. Auch die von Covassi in Aussicht gestellten Dokumente und Tonbänder, die seine Vorwürfe gegen die Schweizer Nachrichtendienste belegen sollen (Blick Online berichtete), hat das Gremium bisher nicht erhalten.

Unter diesen Umständen hat die GPDel nun beschlossen, auf eine Anhörung von Covassi zu verzichten und ihre Abklärungen selber bis Ende Jahr abzuschliessen. Sie untersucht derzeit, ob Covassi wirklich wie behauptet im Auftrag des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP) in das Centre Islamique in Genf eingeschleust wurde, um dem Gelehrten Hani Ramadan Verbindungen zum internationalen Terrorismus zu unterstellen.
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