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Spitzel-Affäre: Wo sind die Tonbandaufnahmen?

Von Beat Kraushaar | Aktualisiert um 08:05 | 02.11.2006

BERN – Der Inland-Geheimdienst wollte den Leiter des Genfer Islam-Zentrums leimen. Seine Führungsoffiziere haben dazu Beweise. Sagt jedenfalls Moschee-Spion Claude Covassi (36).



Zwischen dem Moschee-Spion und der Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) herrscht seit Wochen Funkstille. Grund: Der Moschee-Spion will bei der GPDel auspacken. Um seine Glaubwürdigkeit zu beweisen, hat er ihnen Tonbandaufnahmen versprochen. Diese sollen beweisen, dass der Inlandgeheimdienst Hani Ramadan, den Leiter des Genfer Islam-Zentrums, reinlegen wollte.

Covassi sagt, er habe die Aufnahmen abgeschickt. Sie seien nie angekommen, sagt die GPDel. Dass man ihm deswegen das Gespräch verweigert, versteht Covassi nicht. «Wenn man mir nicht glaubt, soll die GPDel meine Führungsoffiziere bei der Genfer Spezial- und der Bundeskriminalpolizei fragen. Sie wissen über die Tonbandaufnahmen Bescheid. Und der Ausland-Geheimdienst hat sogar eine Kopie davon», behauptet der Moschee-Spion.
Artikel aus der Zeitung
Ex-Geheimdienstspitzel Claude Covassi am Strand von Las Palmas. (Beat Kraushaar)
Ex-Geheimdienstspitzel Claude Covassi am Strand von Las Palmas. (Beat Kraushaar)
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